Bürgerliche Existenz ./. (vs.) Selbstständigkeit

Niko, die Laus 2022
Bürgerliche Existenz ./. (vs.) Selbstständigkeit
Darf ich einschlägigen Medienberichten glauben schenken, folgen ja angeblich Menschen eher Machern, denn Meckerzauseln. Ich freue mich, wenn mir niemand folgt. Denn wir sehen wohin uns Folgen führt. Zu noch mehr konformen Menschen. Da bin ich dann doch gerne lieber Zausel, denn Macher, obwohl ich das schon immer bin; Macher, aber auch Meckerer. Lieber den eigenen Weg gehen, als den ausgelatschten Pfad der Bequemlichkeit. Konformität hat nur ein Gesicht. Individualität viele …
Aber zum eigentlichen Thema, der tradierten und auch gesteuerten Nummer. Traditionen sind uns Halt und vielen tatsächlich auch mehr als das. Karneval, Silvester, Ostern oder aktueller; Weihnachten zum Beispiel ist so ein nettes Beispiel bei dem sich die immergleichen Rituale widerholen. Seien es die Rundmails/Whatsapps/Blubbereien/Karten wie sehr man dem anderen seine gute Weihnachtszeit im Kreise der Famile etc. wünscht oder wie sehr man inne hält usw. Puh, nicht nur Papier ist geduldig. Auch Server.
Kann und muss man das wirklich jährlich ertragen?
Nein.
Man kann auch anders. Der Grinch ist ein gutes Beispiel. Aber Antiweihnachten ist auch nur Weihnachten-ähnlich einem Satanisten, der auch nur an Gott glaubt und an dessen vermeintlichen Gegenspieler. Das ist großer Glaube.
Sie kennen das? Man verlässt die vermeintliche Sicherheit eines Angestelltenverhältnisses um eine Selbstständigkeit zu beginnen? In Deutschland verlässt man mit diesem Schritt die so genannte bürgerliche Mitte bzw. besonders ängstliche Zeitgenossen würde behaupten man setzt seine Existenz aufs Spiel – so der möglicherweise unausgesprochene Kanon des Großteils der Bevölkerung. Warum das so ist, und warum das nicht hinterfragt wird ist eine Frage der Bildung, der Persönlichkeitsbildung und der Elitisierung so genannter Freiräume. Pauschal ausgesprochenes Beispiel: In Schulen im Frankfurter Stadtteil Höchst bekommen die Schüler mehrheitlich migrantischen Ursprungs, den Hinweis zu funktionieren und somit zu dienen. Genau entgegengesetzt bringt man den Kids in der Hofheimer Montessori Schule bei, Regeln zu brechen und aufzubegegehren. Letztere empfiehlt Freiräume im Denken und Handeln. Monatlicher Betrag für einen Schulbesuch liegt in Hofheim bei schlappen 500,-/Kind pro Monat. Die Schule in Höchst kostet keinen Beitrag.
Was sagt uns das? Kids aus wohlhabendem Haus sollen Normbrecher werden, während andere Angst haben sollen und funktionieren. So unfassbar fest verankert wurde die Angst auf einen selbstgewählten Weg, daß den Mut dazu nur noch wenige haben. Um so mehr, da in momentanen Zeiten das angestellte unselbstständige Arbeiten bequemer geht, denn je: von zuhause. Sozusagen Selbständigkeit auf Probe und Vertrauensvorschuss de luxe. Oder ist es doch das Ende der Arbeit und ihr Neubeginn?
Und um so mehr die Angst nach sozialem und vor allen Dingen finanziellem Abstieg weiter gepusht wird. „In der Sicherheit des Konzerns oder der Institution mümmelt es sich dann halt doch wesentlich bequemer. ” So würden tatsächlich auch Kaninchen antworten …
Kaum arbeitet man bei einem Unternehmen funktioniert vieles einfacher, das Finanzielle ist kaum mehr ein Problem. Sobald man aber selbstständig agiert wird alles anders, nichts funktioniert einfach mal so schnell, sondern vieles wird verschoben, abgesagt, man wird im Preis zu unfassbaren Konditionen gedrückt usw.
Woran liegt das? Liegt das daran, daß wir einer Gruppe von Menschen mehr zutrauen als einem einzelnen? Ein Einzelner muss alles succesive lösen, also alles nacheinander, Schritt auf Schritt. Dagegen kann ein Mehr-Personen-Unternehmen durch seine Mitarbeiter zeitgleich mehrere Prozesse durchführen.
Oder liegt es an … (bitte selbst erforschen …) ?
Wir erleben tatsächlich eine Transformation (auch wenn ich dieses Wort als abgeschmackt empfinde und es als inflationär genutzt verachte) des Arbeitslebens, nur leider keine wirkliche, denn Unternehmen versuchen momentan ihre Mitarbeiter aus dem Homeoffice wieder in die Hasenställe, den Leerstand der Verwaltung, den Büros zurückzulocken. Dies mit teils bizarren Methoden und Strategien. Eine echte Transformation beinhaltet doch eben keine Augenwischerei in Form einer netten Anpassung der Büroräume mit Deko, Spiel und Spaß, sondern eine wirkliche Veränderung der Arbeitswelt, in dem Menschen eine selbstgewählte Strategie ihres Ein- bzw. Auskommens erwirtschaften dürfen. Zu sehr noch, wird da in althergebrachten tradierten Mustern gedacht.
Büroleerstand haben wir en mass. Was fehlt sind bezahlbare kleine Hallen für neue Selbstständige und mutige Menschen.
New Work
Was vielen nicht klar ist, woher der Begriff Bürger rührt. Natürlich vom Begriff Burg (»My home is my castle!« sagt man heute noch im Vereinigten Königreich). Man igelt sich ein, sammelt Material und verteidigt dieses mit Mit(be)wohnern nach außen, gegen andere. Heutzutage gründet man eine Familie und sitzt wie viele andere in so genannten Reihenhäusern, einer Art quergelegter Hochhäuser mit erweitertem Balkon in dem das gegenseitige Beobachten und der Nachbarschaftsneid auf den neuen E-SUV etc. standard ist und der die drei Quadratmeter Vorgarten als Burgfried oftmals vom Nachbarhund, den Nachbarkindern oder deren Katze frech und dreist überwunden wird. Aber natürlich existieren auch Freundschaften über die Zaungrenze hinaus.
 
Experience vs Gefolgsamkeit
 
Eure Welt glänzt 100.000 mal in der Sekunde, aber meine Augen sind geschlossen … (Absolute Beginner)
Ich wünsche mir für 2023 weniger Controlling, weniger Consulting, weniger Coaching, weniger Angst, weniger Verwaltung und mehr Mut der Bürger, mehr Eier, echte Kreativwirtschaft und weniger Kapitalgeschäfte ohne Sinn.
 
ROHES FEST

Auf der Schulter von Giganten

Vandalism Calvin & Hobbes © Bill Watterson

Auf der Schulter von Giganten

 

Klar, es gibt mometan sicher wichtigeres als Graffiti Art/Street Art, aber liest man sich den ganzen Nonsens des angeblichen Kunstmarktes durch waren Banksy und Shepard Fairey Pioniere des Graffiti und der Street Art, ähnlich der heutigen Vorstellung von Kids, die mir erzählen, daß Tupac Shakur ein Vertreter der Oldschool des Rap/Hip Hop sei. Ah, jaaaaaa?
Was ist hier los? Wo blieben die Richtigstellungen? Kann man heutzutage einfach Scheiße behaupten und es manifestiert sich dadurch?
Natürlich sind dererlei Behauptungen absoluter Hirnriss und wenn wir das als Wissende zulassen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn sich andere obskure Figuren einfach davor positionieren. Das kann man dann schon mit »Die Butter vom Brot nehmen« titulieren. Medien und Journalismus haben meiner Meinung nach die Aufgabe zeitlich korrekte Abläufe zu dokumentieren, wahrheitsgemäß zu recherchieren und den Inventoren ihren Stellenwert im zeitlichen Ablauf zu sichern. Das scheint irgendwie die letzten 10 Jahre komplett abhanden gekommen zu sein.
Dubiose so genannte „Unternehmer“ scheinen sich auszubreiten und ihre vermeintlichen Kunstsammlungen der unwissenden Bevölkerung als Werte (s.o.) zu präsentieren und die von uns allen aus Kulturmitteln geförderten Institutionen wie Museen öffentliche Sammlungen spielen diesen Kindergarten noch mit und stellen diesen Müll auch noch aus. Banksy und Shepard Fairey z.B. haben nichts mit Pionieren sondern nur mit medialem Hype zu tun. Ebenfalls werden Akteure aus lokalen Umfeldern gerne als Ikonen von Institutionen und deren medialen Anhängen positioniert, von denen auch noch nie jemals eine wirkliche Bereicherung dieser Kunstrichtung ausging, geschweige denn ein eigener Stil zu erkennen gewesen wäre …
Schluß damit: Die echten Pioniere von modernem Graffiti und Street Art sind ganz andere. So z.B. Cornbread, Taki 183, Blek le rat und unfassbar viele andere, um mal aus meinem Wissensgrad über wirkliche Ursprünge zu berichten und selbst ich würde mir nicht anmaßen zu sagen, daß diese Info wirklich korrekt ist, da ich damals noch gar nicht geboren war oder noch Kind war.
Viele von uns Graffiti- und Street Artists stehen heute auf Schultern von Giganten, eben den echten Pionieren. Ich bin stolz und froh so einer Bewegung schon seit über 30 Jahren angehören zu dürfen und  sie mitgeprägt zu haben. Banksy und Shepard Fairey sind da jedenfalls nicht dabei gewesen. Die sind Medienrummel und Connection, denn viele von uns haben ein komplett anderes Verständnis von dem was Kunst ist. Gut für das Thema Graffiti ist der Rummel dennoch, auch wenn die positionierten Rolemodels den pädagogisch implementierten Kurs klar vorgeben sollen: Klare Aussagen mit klar kommunizierbarem Inhalt, daß von allen sofort auffasbar sein soll. Und hierbei gehts nur um eins: Verwertbarkeit.
Don’t believe the hype … © Public Enemy

 

Standing on the shoulder of giants

If you read through all the nonsense of the alleged art market, Banksy and Shepard Fairey were pioneers of graffiti and street art, similar to today’s kids‘ idea that Tupac Shakur, for example, was an old-school rap/hip-hop representative.
What’s going on here? Where are the corrections? Can you just say shit these days and it manifests through that? Of course, the above claims are absolute brain teasers and if we, as those in the know, allow this, we shouldn’t be surprised if other obscure figures simply position themselves in front of them. You can call that „taking the butter off the bread“.
In my opinion, the media have the task of documenting chronologically correct processes and ensuring that the inventors have their place in the chronological process. That somehow seems to have been completely lost in the last 10 years.
Dubious so-called „entrepreneurs“ seem to be spreading and presenting their supposed art collections to the ignorant population as values ​​(see above) and the institutions such as museums and public collections that we all support from cultural funds are still playing along with this kindergarten and are still exhibiting this rubbish. Banksy and Shepard Fairey, for example, have nothing to do with pioneers but only with media hype. Actors from local surroundings are also often positioned as icons of institutions and their media attachments, from which a real enrichment of this art movement has never emanated, let alone their own style could have been recognized …
No more: The real pioneers of modern graffiti and street art are completely different. For example Cornbread, Taki 183, Blek le rat and an incredible number of others, to report on the real origins from my level of knowledge and I wouldn’t presume to say that this information is really correct. Because I wasn’t even born at that time or was still a child.
All of us graffiti and street artists today stand on the shoulders of giants. In any case, Banksy and Shepard Fairey aren’t there. It’s media hype and connection because many of us have a completely different understanding of what art is. Nevertheless, the hype is good for the topic of graffiti, even if the positioned role models should clearly set the pedagogically implemented course: Clear statements with clearly communicable content that should be immediately understandable by everyone. And this is all about one thing: usability.
 
 
Don’t believe the hype … © Public Enemy

011122

011122

Von kaum jemanden bemerkt, erscheint das heutige Datum tatsächlich unfassbar einmalig: 011122.
Fast noch schöner ist es dann genau in einem Monat: 011222.
Feiert am besten diese Tage … so besondere kommen eher selten.

 

Hardly noticed by anyone, today’s date actually seems incredibly unique: 011122.
It’s almost even nicer in exactly one month: 011222.
It’s best to celebrate these days … something so special is rare.
B-Boys, Breaks & Battles 2006 Tagging © Bomber

 

St. Hip Hop 2006 © BOMBER
The Joy of writing Bo(m)b Ross 2006 Tagging © BOMBER

Tage der offenen Ateliers Hofheim 2022

Tage der offenen Ateliers 2022

Ganz schon schizophren, oder nicht? Zum Thema Verantwortung und Nachhaltigkeit: Gehe ich als Sachbeschädiger wild raus und gestalte unerlaubt Flächen setzt sich eine Armada der Verwaltung in Bewegung um mich zur Verantwortung zu ziehen.
Umgekehrt dürfen Groß- und Kleinkonzerne und Unternehmen die Welt mit ihren Produkten »zuscheissen«, nahezu unbeheligt und beinahe ganz ohne sich um die Entsorgung ihrer Erzeugnisse (Verpackung etc.) kümmern zu müssen. Und dies auch noch, obwohl sie in den meisten Ländern in denen sie dadurch einen Gewinn erzielen, nicht mal Steuern zahlen müssen. Im Gegenteil, sie werden dafür noch gefeiert und mit Steuerfreiheit bzw. -entlastung oder gar Kapital belohnt.
»Halt, Halt, Halt … !», höre ich da schon einige schreien. »Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert!«
Ich würde kontern: »Es würden aber noch mehr Arbeitsplätze gesichert werden, wenn die Entsorgung, sprich die Verantwortung an den Urheber zurück gegeben wird (wie bei mir als vermeintlich sachbeschädigenden Verursacher s.o.) in vernünftige Bahnen gelenkt werden würde und es würden noch mehr gesichert, wenn sie ihre Gewinne auch dort versteuern wo sie gemacht werden.«
Und klar, dass das nicht den Sitz des Unternehmens darstellen sollte, sondern der tatsächliche Verkaufs- bzw. Tauschort.
Ein leidiges Thema, das anscheinend nicht gerne angegangen wird. Wo bleibt die Polizei der Pflanzen- und Tierwelt?
Um die Kurve zu bekommen, warum ich das schreibe, möchte ich meinen Eintrag des Flyers der diesjährigen Tage der offenen Ateliers in Hofheim anpreisen.
Wer jetzt meint, das sei ihm zu anstrengend und das gehe ihn nichts an, hat den Schlag nicht gehört. Sicher wollen wir nicht verhungern, aber ist das wirklich sinnvoll, alle 500 m Supermärkte zu haben, die vor einer Produktvielfalt strotzen, daß man völlig überfordert davor steht?
Wo sind die Konzepte, die eine sinnvolle Versorgung garantieren ohne eine Müllflut zu produzieren, die ihresgleichen sucht?
Wer einen Blick in die Weltmeere wagt, sieht wohin uns die letzten 40 Jahre Überproduktion geführt haben.
Ich biete kein klischeehaftes selbstverliebtes Atelierbeschauen mit Knabberzeugs, Kuchen und netten harmlosen Gesprächsgeplänkeln an, sondern möchte zu einem offenenen und unverkrampften Forum zur losen Unterhaltung dieses echten Dilemmas einladen.
Kunst war und ist immer schon politisch und das nicht nur in Deutschland-alles andere ist Deko oder Hausfrauenmalerei. Siehe z.B. Friedensreich Hundertwassers Engagement oder Josef Beuys, der unter anderem Gründungsmitglied der Grünen war.
fridays for future? Jede Initiative zählt!
Willkommen:
Sonntag 06.11.22, 11.00 – 18.00 Uhr.
Adresse: Atelier Bomber im Seat Autohaus Petri/Kaufmann & Göthling, Casteller Str. 95a, 1. Stock.
65719 Hofheim

 

Days of open studios 2022

Quite schizo, isn’t it? On the subject of responsibility and sustainability: If I go wild as a property damager and design areas without permission, an administration armada will set off to hold me accountable.
Conversely, large and small corporations and companies are allowed to »shit up« the world with their products, almost unmolested and almost entirely without having to worry about the disposal of their products (packaging, etc.). And that’s without having to pay taxes in most of the countries where they make a profit. On the contrary, they are celebrated for it and rewarded with tax exemption or -dismissal or even capital.
»Stop, stop, stop … !«, I can already hear some screaming. »This secures jobs!« I would counter: »But even more jobs would be secured if the disposal, i.e. the responsibility was given back to the originator (as in the case of me as the alleged causer of property damage, see above) were steered in a sensible direction and even more jobs would be secured if they also tax their profits where they are made. «
And it goes without saying that this should not represent the company’s headquarters, but the actual place of sale or exchange.
It’s a tiresome topic that doesn’t seem to like being tackled. Where are the plant and animal police?
To get the hang of why I’m writing this, I’d like to promote my flyer entry for this year’s Open Studio Days in Hofheim. I’m not offering a clichéd studio tour with snacks, cake and nice, harmless banter, but would like to offer an open and relaxed forum for loose conversation about this real dilemma.
Art was and is always political and not only in Germany – everything else is decoration or housewife painting. See, for example, Friedensreich Hundertwasser’s commitment or Josef Beuys, who was, among other things, a founding member of the Green Party. Anyone who now thinks that this is too exhausting for him and that is none of his business has not heard the blow. Of course we don’t want to starve, but does it really make sense to have supermarkets every 500 m that are bursting with a variety of products that you’re completely overwhelmed by? Where are the concepts that guarantee a sensible supply without producing a flood of waste that is second to none?
If you dare to take a look at the world’s oceans, you can see where the last 40 years of overproduction have taken us. fridays for future? Every initiative counts!
Welcome: Sunday 06.11.22, 11.00 a.m. – 6.00 p.m. Address: Atelier Bomber in the Seat Autohaus Petri/Kaufmann & Göthling, Casteller Str. 95a, 1st floor. 65719 Hofheim

 

 

Tage der offenen Ateliers Hofheim 2022
#greenpeace #fridaysforfuture #kunstundpolitik #aktivekunst #artvivant #hofheimamtaunus #atelierbomber

Lichtkunst live und für jede(n) …

Lichtkunst live und für jede(n) …

 
Bombers neueste Live-Produktion: Aufgeführt, projiziert und im öffentlichen Raum zusammen mit dem Publikum bei jeder Aufführung neu gestaltet: Nach Okriftel, Frankfurt, Offenbach, Barcelona, London, Waiblingen, Solothurn und Basel ist es mir eine wahre Freude einen Termin für eine erneute öffentliche Veranstaltung bekannt zu geben. Am Mittwoch, den 28.09.2022 werden wir (Marcel Panne von Lichtfaktor und meine Wenigkeit) am Lesegarten der neuen Stadtbibliothek der Stadt Hofheim am Kellereiplatz eine Lichtperformance mit Lichtkunst inkl. Sound vorführen. Und das Beste, jede(r) darf selbst teilnehmen.
Hintergrund ist die schon mehrfach verschobene Eröffnung der neuen Stadtbibliothek.
Start ist ab Einbruch der Dunkelheit, ca. ab 19:30 Uhr. Offizielles Ende ist ab 23:00 Uhr. Wir werden aber bestimmt noch weiterzeichnen und Lightpaintings und Lichtgraffiti entwerfen.
A very warm welcome
Danke an den Hofheimer Kunstverein, allen voran Birgit Müller-Muth und Dr. Gerhard Marquordt für die unermüdliche Hilfe.
Hier im Video sieht man ein wenig, wie das dann ausschauen kann:
 
Bomber’s latest live production: Performed and projected in the public space together with the audience at each performance: After Okriftel, Frankfurt, Offenbach, Barcelona, ​​London, Waiblingen, Solothurn and Basel, it is a real pleasure for me to announce a date for another public event. On Wednesday, September 28th, 2022 we (Marcel Panne from Lichtfaktor and myself) will present a light performance with light art including sound at the reading garden of the new city library of the city of Hofheim on Kellereiplatz.
And best of all, everyone can participate themselves. The background is the opening of the new city library, which has been postponed several times.
The start is after dark, around 7:30 p.m. The official end is at 11:00 p.m. But we will definitely continue to draw and design light paintings and light graffiti. A very warm welcome Thanks to the Hofheimer Kunstverein, above all Birgit Müller-Muth and Dr. Gerhard Marquordt for the tireless help. Here in the video you can see a little how it can look like:

BOMBER Sneaker unter dem Hammer

BOMBER Sneaker unter dem Hammer

Laut Desmond Tutu ist eh alles geschenkt. Wir haben nichts dafür getan und dürfen trotzdem hier sein. Dafür und für alles andere sollten wir dankbar sein. Man sollte sich nur dran erinnern können, inmitten des Wahnsinns.
Seit Graffiti ebenfalls in den so genannten Verwertungskreislauf eingedrungen ist, verliert es natürlich etwas an seiner ursprünglichen Kraft. Anscheinend ist ja oft unsere einzige Antwort auf ohnmächtige Situationen, der Konsum. Es gibt aber noch andere Wege als den Tauschzwang, z.B. Protest, Hilfe und aktives Gestalten/Schenken.
Wie schon in unseren wilden Jahren mit so genannten illegalen Werken haben alle beteiligten Artists (unter anderem meine alten Buddies Darko, Scotty 76 und Eike König) ihre Zeit und ihr Artwork geschenkt und gespendet.
Unter der Schirmherrschaft von Jan Delay und von der Personalberatung five14 initiierte und veranstaltete Aktion NICE, die künstlerisch gestaltete Sneaker (Adidas Superstars) von insgesamt 60 Artists pro bono erstellen ließ, startet jetzt die Auktion auch des von mir gestalteten Sneakers.
Der Erlös der A(u)ktion fließt in das kostenlose Kursangebot des Esche Jugendkunsthaus in Hamburg-Altona. Das Esche Jugendkunsthaus bietet seit 2016 für Jugendliche kostenlose Kreativkurse – von Breakdance und Graffiti über Gesang und Rap bis hin zu Theater, Zeichenkursen und mehr an. In den Workshops können Kinder und Jugendliche ohne Erwartungsdruck und Notenstress ihre künstlerischen Fähigkeiten entdecken. Rund 200 Jugendliche besuchen jede Woche die Angebote der Esche.
Alles rund um NICE – Sneaker unterm Hammer findet man auf der von Demodern gestalteten Website nice.esche.eu.
Vernissage am 05.05.2022 um 19:00 Uhr in der Affenfaust Galerie, Paul-Roosen-Straße 43, 22767 Hamburg
Ausstellung am 07., 11. und 12. Mai 2022 von 14:00 bis 18:00 Uhr und am 14. Mai 2022 von 14:00 bis 21:00 Uhr in der Affenfaust Galerie, Paul-Roosen-Straße 43, 22767 Hamburg
Online Auktion vom 22.04. – 15.05.2022 der Auction Technology Group
Auktion am 15.05.2022 ab 14:00 Uhr in der Affenfaust Galerie, Paul-Roosen-Straße 43, 22767 Hamburg
 
Beteiligte Artists: 2 Face, Aight, Anne Schubert, Ari, Arik, Asco Grill, Asyl, Beat Boy Delles 78, Base 23 Art Berlin, Bee Low, Biza, Björn Holzweg, Bomber, Charly, Darko, Davi.in, Duke, Dune, Deko 156, DJ Alrock, Eike König, Elmar Lause, Flo Mega, Gita Kurdpoor, Hamsa, Hiper, Hugo, Iam, indian, Jan Delay/Eizi Eiz, Jul, Käby, Lady Wave, Marok, Mia, Nana, Orik, Ponsh,PrinzOne, Rufus, Sabela Garcia Cuesta, Sbecky, Sebó, Scotty 76, Scout, Simon Nelke, Skore 79, Slim, Stock La Rock, Tasek, Theo & Helene, Van Ray, Yeah, Yugo!, Young Blood, Zack
Das Artwork: Adidas-Sneaker Superstar (EG4958), Unisex, Schuhgröße US 10, reguläre Passform, Obermaterial Textil und Leder, Gummisohle, Textilfutter. Farbe: Schwarz und weiß bunt gestaltet, Schnürsenkel weiß. Zustand: ungetragen.

 

Everything is free, according to Desmond Tutu. We didn’t do anything about it and we’re still allowed to be here. For that and for everything else we should be thankful. It should only be remembered in the midst of the madness.
Since graffiti has also entered the so-called recycling cycle, it has of course lost some of its original power. Apparently our only response to powerless situations is consumption. But there are other ways than the compulsion to exchange, e.g. protest, help and active design/giving.
As in our wild years with so-called illegal works, all participating artists (including my old buddies Darko, Scotty 76 and Eike König) donated their time and artwork. Under the patronage of Jan Delay and the HR consultancy five14, the NICE campaign, which had artistically designed sneakers (Adidas Superstars) created pro bono by a total of 60 artists, is now starting the auction of the sneakers I designed.
The proceeds of the a(u)ction flow into the free courses offered by the Esche Jugendkunsthaus in Hamburg-Altona. The Esche youth-arthouse has been offering free creative courses for young people since 2016 – from breakdance and graffiti to singing and rap to theatre, drawing courses and more. In the workshops, children and young people can discover their artistic abilities without the pressure of expectations or the stress of grades. Around 200 young people visit Esche every week.
Everything to do with NICE – sneakers under the hammer can be found on the nice.esche.eu website designed by Demodern.
Vernissage on May 5th, 2022 at 7:00 p.m. in the Affenfaust Gallery, Paul-Roosen-Strasse 43, 22767 Hamburg
Exhibition on May 07, 11 and 12, 2022 from 2:00 p.m. to 6:00 p.m. and on May 14, 2022 from 2:00 p.m. to 9:00 p.m. in the Affenfaust Gallery, Paul-Roosen-Straße 43, 22767 Hamburg
Online auction from 22.04. – 05/15/2022 of the Auction Technology Group Auction on May 15, 2022 from 2:00 p.m. in the Affenfaust Gallery, Paul-Roosen-Strasse 43, 22767 Hamburg
Artists involved: 2 Face, Aight, Anne Schubert, Ari, Arik, Asco Grill, Asylum, Beat Boy Delles 78, Base 23 Art Berlin, Bee Low, Biza, Björn Holzweg, Bomber, Charly, Darko, Davi.in, Duke, Dune, Deko 156, DJ Alrock, Eike König, Elmar Lause, Flo Mega, Gita Kurdpoor, Hamsa, Hiper, Hugo, Iam, Indian, Jan Delay/Eizi Eiz, Jul, Käby, Lady Wave, Marok, Mia, Nana, Orik , Ponsh,PrinzOne, Rufus, Sabela Garcia Cuesta, Sbecky, Sebó, Scotty 76, Scout, Simon Nelke, Skore 79, Slim, Stock La Rock, Tasek, Theo & Helene, Van Ray, Yeah, Yugo!, Young Blood, Zack The artwork: Adidas Superstar sneaker (EG4958), unisex, shoe size US 10, regular fit, textile and leather upper, rubber sole, textile lining. Color: Black and white motley design, white laces. Condition: unworn.

Back 2 the roots …

Mr. Piss 1987 by KONGO44, Hessendamm Hattersheim

Back 2 the roots …

In Zeiten in der alles kontrolliert werden möchte, in der selbst die Pädagogik nicht davor zurückschreckt in gewachsene Strukturen einzugreifen um ebenfalls Bereiche kontrollieren zu wollen, die sich über Jahrzehnte selbstständig ohne sie (ja, die Pädagogigik. Sic) etablierten, ja eben in diesen Zeiten finde ich selbst zurück zu meinen gestalterischen Ursprüngen und darf dankenswerterweise zur Eröffnung des SkateParks am 01. April 2022, dem so genannten FlyOver unter dem Hessendamm live sprühen.
Es ist dies die größte und höchste Brücke Hattersheims. An diesem Unort (herrliches soziologisch geprägtes Wort) gestalte/sprühe ich im Rahmen der feierlichen Eröffnung durch Bürgermeister Klaus Schindling über den Zeitraum von 14.00 bis 17.00 Uhr an den Betonpfeilern skateboard- und skate-affine Themen.
Der Innovation beider urbanen Sport-Kunstarten Skating und Writing (ehemals aus den USA kommend) wird man hier leider nicht mehr ganz gerecht werden bzw. etwas leicht ad absurdum geführt. Ist doch der Grundtenor beider eng verknüpften Bereiche, den gesamten so genannten öffentlichen Raum als Oberfläche nutzen zu können. »Aber irgendwo müssen die Bratzen von heute doch üben dürfen …«, höre ich es da aus der Sozial-und Kunstpädagogenecke aufmucken.
»Hatten wir auch nicht!«, möchte ich darauf antworten. Wir haben uns unseren Stadtraum selbst gestaltet und ihn uns selbst erobert. In tatsächlich knapp 40 Jahren war ich mit Freunden und Kollegen aus dem Segment der Gestaltung mit der Farbsprühdose immer mal wieder vor Ort (siehe Fotos).
Nichtsdestotrotz hat die Stadt Hattersheim Geld in die Hand genommen und eine neue Skateanlage bauen lassen. Eine gute Sache um nicht nur den örtlichen Kids einen Ort zum Üben zu geben.
Es ist lange überfällig beiden Positionen Skating und Writing Tribut, Wert und Kulturbestandteil zu attestieren, nicht nur in den USA, sondern weltweit.
Beide Themen haben seit Anfang der 80er Jahre weltweit über die Massenmedien Verbreitung gefunden und wurden begeistert von örtlich vorhandenen Kulturen assimiliert und widergespiegelt.
c u there …

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Schlimmer geht immer …

Eschers Dream 50 x 150 cm, Spraycan (acryl) on framed canvas/Farbsprühdose (Acryl) auf Keilrahmen-Leinwand, 2005 © Helge W. Steinmann/BOMBER VG Bild Kunst Bonn

Schlimmer geht immer …

Anstatt mich mit dem üblichen Putin-Bashing, dem zugegebenermaßen grausamen Ukraine-Krieg oder Covid-Gejammer abzugeben, spendete ich schon 2020 lieber ein Artwork »Eschers Dream« der Größe 50 x 150 cm, aus dem Jahr 2005 mit der Werkliste-Nr. 6613, daß jetzt am 24.03.2022 nur auf ebay versteigert wird. Möge die Arbeit Gutes tun. Armut ist immer relativ.
Hier der offizielle Pressetext:

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: (D)Ein Oxfam-Schatz!

Oxfam Shop Frankfurt-Nordend versteigert Keilrahmen-Leinwand-Werk von Street Artist Helge W. Steinmann für den guten Zweck
Frankfurt, 10.03.2022. Haben Sie beim Stöbern im Secondhand-Laden schon mal etwas ganz Besonderes gefunden? In den Oxfam Shops gibt es immer wieder Außergewöhnliches, Einzigartiges und sogar Wertvolles zu entdecken. Das sind „Oxfams Schätze“. Einmal im Monat werden sie auch über Ebay versteigert – und jede*r kann mitbieten. Im März kommt das Street Art-Gemälde „Eschers Dream“ des bekannten Mural Artists Helge „Bomber“ Steinmann unter den Hammer: Der Künstler hat es dem Oxfam Shop im Frankfurter Nordend für den guten Zweck gespendet. Der Erlös der Auktion fließt in Oxfams Arbeit für eine gerechte Welt ohne Armut. Wer hier zuschnappt, tut nicht nur sich, sondern vor allem anderen Gutes!
„Die Street Art von Helge Steinmann ist in Frankfurt überall sichtbar: am Flughafen, am Waldstadion und an der Goethe-Universität zum Beispiel. Jetzt hat er unserem Oxfam Shop ein ‚Mural zum Mitnehmen‘ gespendet“, freut sich Claudia Samain, Ehrenamtliche im Secondhand-Laden im Oeder Weg, über den „Oxfam-Schatz“, der im März für den guten Zweck versteigert wird. Mural bedeutet auf Englisch Wandgemälde. Der Graffitikünstler Helge W. Steinmann ist in der Szene besser als „Bomber“ bekannt – ein Begriff, der für das illegale voluminöse Bemalen einer Fläche steht. Wer Steinmanns Kunst im Street Art-Style für die eigenen Vier Wände haben möchte, kann ab 24. März bei der Internetauktion von „Oxfams Schätzen“ für „Eschers Dream“ – ein 50 mal 150 Zentimeter großes Graffiti-Gemälde aus Acryllack auf Leinwand – mitbieten. Zehn Tage läuft die Versteigerung auf Ebay, dann erhält das höchste Gebot den Zuschlag. Startpreis: 250,- Euro.

„Ein perspektivischer Spaß“: Mural für Zuhause, gespendet für den guten Zweck

Steinmann sprayt seit mehr als 30 Jahren. Was in den 1980er-Jahren als Protest begann, ist längst anerkannt: Seine Werke sind inzwischen Auftragsarbeiten, die er für Unternehmen oder Hausbesitzer*innen anfertigt. Etliche seiner Murals prägen das Frankfurter Stadtbild – „und machen es dort bunt, wo wir die Natur mit Beton zugebaut haben“, sagt Helge Steinmann. Seine Kunst aus der Spraydose fertigt er für Draußen und Drinnen an, auf Wänden und für Wände – so wie das Gemälde „Eschers Dream“. Das sei ein „perspektivischer Spaß“, von den grafischen Werken M.C. Eschers inspiriert und erinnere nicht zufällig an ein bekanntes Verkehrszeichen: Das Mural sei ein Spiel mit dem Leitzeichen, aber auch eines mit Raum, Ästhetik, Wiederholung und Strukturen. „Schlimmer geht immer …“ weiterlesen

Als Hip Hop in Deutschland in den Kinderschuhen steckte…

Als Hip Hop in Deutschland in den Kinderschuhen steckte …

Momentan wimmelts ja von Berichten und Serien über Hip Hop. Sogar der so genannte Baggy-Style, die übertrieben weite Fashion erlebt in der Modewelt eine Renaissance. Jetzt kommt tatsächlich noch eine Serie über Hip Hop in Deutschland, diesmal aber von einem, der selbst dabei war: Florian Gaag, der 2005 den mit dem Grimme Preis ausgezeichneten Graffiti-Film »Wholetrain« (Release 2006) u.a. mit dem damals unbekannten Elyas M’barek drehte. Einem ziemlich authentischen Portrait deutscher Graffiti-Historie, daß überall hätte spielen können. Vor dem Dreh der zu besprühenden Züge übernachteten Regisseur Florian Gaag, David Kammerer/Cemnoz und Aljosha Tursan/Neon noch kurz bei meiner Freundin und mir (damals in Hanau-Kesselstadt) bevor sie alle zusammen nach Polen fuhren um die Züge für den Film zu besprühen, denn die Deutsche Bahn lehnte eine Gestaltung durch die beteiligten Artists (u.a. Shame & Won, ABC Crew) ab.
Im April startet die durch den FFF mit 250.000 Euro bezuschusste sechsteilige Coming-of-Age Netflix Serie von Flo Gaag »Almost Fly«, zu der ich über meinen alten Kumpel und Style-Lehrmeister, den ehemaligen Juice Gründer und Chefredakteur Sven »Katmando« Christ angefragt wurde, Hip Hop-affine Kleidung aus unserer gemeinsamen Jugend dafür zur Verfügung zu stellen und nach München zu schicken. Klar sendete ich einiges, unter anderem selbstgebrushte T-Shirts der RockSteady Crew, ein Fake Nike Anzug aus Asien, den mir Katmando damals schenkte, diverse Jacken (Bomber-Jacke mit Fraktur-Stick-wäre top für die Frankfurter Fashion week), Hoodies und Shirts, sowie selbstgestaltete Sweater. Katmando ist auch DJ und ein begnadeter Koch, der 2012 auch ein Buch über Soulfood – Food & Music, fat & yummy herausgebracht hat.
Zur Story: In der Geschichte dreht es sich ums Erwachsenwerden und um die Erlebnisse dreier Freunde. Dabei stehe das Lebensgefühl der frühen 90er-Jahre im Fokus. Wer einen weiteren Einblick in die kriminelle Welt von Clans erwartet, muss sich nach Alternativen umschauen. Die Serie geht zurück in eine Zeit, in der der deutsche Hip-Hop noch in den Anfängen war und damit auch alles, was wir heute als deutsche Popkultur leben. Während 1990 im ganzen Land der gesellschaftliche Umbruch zu spüren ist, sehen sich drei Schulfreunde mit den Realitäten westdeutscher Provinz konfrontiert und träumen von Größerem. Als über die nahegelegene US-Army-Base plötzlich Hip Hop in ihr Leben tritt, ändert sich alles.
Laut Katmando bekomme ich credits im Abspann. Wir dürfen gespannt sein …

 

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Jetzt ist das gestern von morgen …

Jetzt ist das gestern von morgen …

Gruselig, aber leider wahr: Aus wirklich allem (inkl. uns selbst oder unserer Dienstleistung) ein Produkt zu generieren und dies eintauschen zu müssen erscheint mir als das tatsächlich Herbe für diese Welt. Ist doch der Planet Erde mit seinen endlichen Ressocurcen irgendwann als Materiallager ausgebeutet bzw. verändert durch dieses o.g. Verhalten sein Erscheinungsbild und seine Struktur.
Klar, Tausch oder Handel als Ersatz zum Krieg ist eine sinnvolle Idee, aber vielleicht gibt es noch weitere Möglichkeiten, die einen positiven Einfluß auf das Dasein eben auch unserer Mit-Lebewesen hat.  »Nach mir die Sintflut« ist ein zutiefst egozentrisches, narzisstisches Denken … und leider auch Handeln.
Wie wichtig wir uns nehmen, zeigt ein kleiner Denkvergleich: Wie viele Unternehmen haben wir im Kopf, die z.B. länger als 100 Jahre überlebten? Wie viele Künstler, Produkte, Menschen kennen wir, die vor 200 Jahren wichtig waren? Was war vor 300 Jahren Trend?
Die Reihe ließe sich lange fortführen und zeigt uns doch an, wie lächerlich unser Streben nach Aufbau und Wachstum sein sollte. Und über diesen Kontext darf man wirklich nicht nur einmal nachdenken.
Tatsächlich ist doch das wirklich nervige, nicht die angeblichen Schmierereien allüberall, sondern die Werbung. Sie ist der eigentliche Nervbolzen, der sich überall dranhängt. Bei Youtube als Vorab-Intro (mnachmal doch schon nach wenigen Momenten überspringbar) oder überall auf Webseiten als Sidebars etc. Vom klassischen TV und Radio ganz zu schweigen …

Dogma: Produkte generieren und Tausch

Das Dogma und die vermeintliche Notwendigkeit aus allem und jedem Produkte zu generieren, erscheint doch in Zeiten des so genannten Umbruchs (auch gerade in Hinblick auf den digitalen Umbruch) als abstrus alternativlos.
TV und Medien dienen uns allen als Steuerungsinstrument. Die kleine Inhaber-Elite, die sich vor der Öffentlichkeit versteckt, erscheint immer mehr lächerlich in Zeiten globaler Auswirkungen.
Verwertung und Wertigkeiten von Handlungen: Wenn wir von diskredierten Werten sprechen, wie z.B. dem Mistrauen, wenn wir etwas aufgenötigt bzw. vermeintlich Unwertiges geschenkt bekommen (wildes Graffiti, Nonsensgeschenke/Trash), dann sollten wir auch genau darüber nachdenken, warum wir dem mistrauen. Die Welt ist ein Geschenk und wurde uns geschenkt. Da kommt niemand und erwartet einen Handel/Tausch. Bestes Beispiel ist das Tierreich.

»Die beste Idee nützt niemanden, wenn Sie nicht verwertet wird.« Walter A. Heiby

Wir hinterlassen kommenden Generationen unfassbar große Berge an Hinterlassenschaften, daß, sofern es danach noch Interesse an Historie und Archäologie gibt, einiges auszubuddeln und zu erkunden gilt. Faktisch gesehen gibt es keinen Müll. Die Natur kennt den Begriff des Unverwertbaren nicht.

Unsere Erde im Griff des Turbokapitalismus

Wir können unsere Verantwortung nicht an der Garderobe der Geschichte abgeben: Die digitale Alternative zur Produkterschaffung ist keine. Für jedes digitale Produkt (Bild, Text, Post in Clouds usw. etc.), werden Rechenzentren en masse erstellt. Überall sprießen eingezäunte, hochsicherheitsüberwachte Schaltzentren der neuen Matrix empor in dem ein Netzwerk an Virtualität sich einen freiheitlichen Raum erschaffen möchte, der in der analogen Welt seinesgleichen sucht. Was digital schnell per Mausklick erschaffen ist, erscheint dazu analog in der Realität einen langwierigen Prozess hinter sich herzuziehen oder ist einfach schlichtweg verboten. Beispiele gäbe es zuhauf. Alleine die Kommentarfunktion in die Realität zu übertragen hieße bei jedem Thema respektive Entscheidungsprozessen mitreden zu können/zu dürfen.
Erschwerend hinzu kommt für viele, daß sie sich ihr Leben lang verknechten lassen müssen um sich einen Ort »erkaufen« zu dürfen, an dem sie dann ihr Dasein verbringen dürfen. Die eigentlich konditionierte und pädagogisch gesteuerte/geschürte Zwangsjacke ist, sich den Raum »erarbeiten« zu müssen, der eh für jedes Lebewesen vorhanden wäre.
Die beiden großen Tabus dieses Systems: das Eigentum und den Besitz in Frage zu stellen und den Tausch zu bezweifeln. Weiterhin sehr eigenartig: Überproduktion und Mülldefinition. Über Müll und Abfälle nachzudenken rüttelt, ebenfalls an den Grundfesten des so genannten Wirtschaftssystems, daß momentan nur eine Richtung zulässt: Wachstum um jeden Preis. Warum werden Menschen, die das so genannte Containern vollziehen, bestraft? Als Ausrede gilt hier z.B. das diese Lebensmittel angeblich krank machen können:
https://kinder.wdr.de/radio/kiraka/nachrichten/klicker/Containern-bleibt-verboten-100.html
und
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/lebensmittelrettung-bundesverfassungsgericht-containern-bleibt-strafbar/26620882.html?ticket=ST-5883940-kCvqLgMntDnGMjjRtz3u-cas01.example.org
Ist das die vielbeschworene Freiheit, von der uns die Medien die ganze Zeit erzählen? Hier äußern sich die Grenzen und der Tauschzwang.
Darüber nachzudenken, umweltgerechte Alternativen zuzulassen, sind Aufgaben der jetzigen Politik und der momentanen Gesellschaft.
Wie sage ich immer? Das einzige, was man kauft ist eine Erlaubnis. Frohes Neues 2022.
 
 

Now that’s yesterday from tomorrow …

 
Creepy, but unfortunately true: Generating a product from really everything (including ourselves or our service) and having to trade it seems to me to be the really bitter thing for this world. After all, planet earth with its finite resources will at some point be exploited as a material store or, as a result of this behavior, will change its appearance and structure.
Sure, barter or trade as a substitute for war is a sensible idea, but perhaps there are other possibilities that have a positive influence on the existence of our fellow creatures as well. „After me the flood“ is a deeply egocentric, narcissistic way of thinking … and unfortunately also acting.
A small comparison of thoughts shows how important we take ourselves: How many companies do we have in mind that have survived for more than 100 years, for example? How many artists, products and people do we know who were important 200 years ago? What was the trend 300 years ago?

The series goes on and on, and yet it shows us how ridiculous our striving to build and grow should be. And you really shouldn’t think about this context just once.

Dogma: Generate products and exchange


In times of so-called upheaval (particularly with regard to the digital upheaval), the dogma and the supposed necessity of generating products from everything and everyone seems abstrusely without alternative.
Exploitation and valuation of actions: When we speak of discredited values, such as mistrust when something is forced upon us or we are given something that is supposedly unworthy, then …
We are leaving behind unbelievably large mountains of legacies for future generations that, if there is still interest in history and archeology afterwards, there is a lot to dig up and explore.
In fact, there is no garbage. Nature does not know the concept of the unusable.

Our earth in the grip of turbo capitalism

We cannot hand over our responsibilities to the cloakroom of history: The digital alternative to product creation is not one. Data centers are created en masse for every digital product (image, text, post in the cloud, etc.). Fenced, highly security-monitored switching centers of the new matrix sprout up everywhere, in which a network of virtuality would like to create a free space that is unparalleled in the analog world. What can be created digitally with a click of the mouse appears analogous to a lengthy process in reality or is simply simply forbidden. There are plenty of examples. Simply transferring the comment function into reality would mean being able to have a say in every topic or decision-making process.

A further complication for many is that they have to be enslaved all their lives in order to be able to »buy/purchase« a place where they can then spend their existence. The actually conditioned and pedagogically controlled / stoked straitjacket is to have to „work out“ the space that would be available for every living being anyway.

The two great taboos of this system: to question property and possession and to doubt exchange. Also very strange: overproduction and waste definition. Thinking about garbage and garbage shakes the foundations of the so-called economic system, which currently only allows one direction: growth at any price. Why are people who do what is known as containers punished? The excuse here is, for example, that these foods can supposedly make you sick (links in german):
https://kinder.wdr.de/radio/kiraka/nachrichten/klicker/Containern-bleibt-verboten-100.html
and
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/lebensmittelrettung-bundesverfassungsgericht-containern-bleibt-strafbar/26620882.html?ticket=ST-5883940-kCvqLgMntDnGMjjRtz3u-cas01.example.org
 Is that the much-touted freedom that the media tell us about all the time? This is where the limits and the obligation to swap express themselves.
Thinking about permitting environmentally friendly alternatives is a task for current politics and current society.
How do i always say The only thing you buy is a permit. Happy New 2022.
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