Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe?

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe? 

 

Ich wundere mich immer wieder, wie wenig Verwaltungen und Institutionen ihr näheres Umfeld abscannen wenn Aufgaben vorliegen, die es zu bewältigen gilt. Oder liegt es doch am Klüngel (netterweise kann man auch sagen: Beziehungsgeflecht), daß es in letzter Zeit immer mehr vermehrt dazu kommt, daß Buchungen teilweise irrwitzige Wege nehmen?

Da werden Artists aus den letzten Ecken der Erde beauftragt, teils mit fragwürdigen Ergebnissen und Honoraren, siehe Konstablerwache-Artwork in Frankfurt, bei dem der Aufschrei der Bürgerschaft vermutlich zu Recht fragte, warum es da keine Ausschreibung gab und die Miete für das Artwork unbedingt zwei Millionen Euro betragen muss, und das nicht mal exklusiv. Hätte da man keine lokalen Artists nehmen können, auch wenn das Geld noch aus dem Stadtmarketing noch übrig war und es unbedingt ausgegeben werden musste?

Gestern bekam ich die Info, daß das Struwwelpetermuseum in Frankfurt Künstler für eine Interpretation des Kinderbuchs anfragten bzw. sammelten. Ich habe die Ausstellung jetzt nicht gesehen, hatte mich aber gefragt, warum z.B. meine Neuinterpretation des Struwwelpeters von 2012 auf der Fassade Ringelstraße/Ecke Eberhardtstraße in Bornheim vermutlich keinerlei Erwähnung findet:

 

Why look further afield when the best options are right on your doorstep?

 

It constantly amazes me how little administrative bodies and institutions scan their immediate surroundings when faced with tasks that need handling. Or is it down to cronyism—or, to put it more politely, „networks of connections“—that we are increasingly seeing bookings take such bizarre routes?

Artists are commissioned from the far corners of the globe—often with questionable results and fees. Take, for instance, the *Konstablerwache* artwork in Frankfurt: the public outcry rightly questioned why there was no open tender and why the rental cost for the piece had to be a staggering two million euros—without even securing exclusive rights. Couldn’t they have hired local artists instead—even if there was leftover city marketing budget that simply had to be spent?

Yesterday, I learned that Frankfurt’s Struwwelpeter Museum had been reaching out to artists—or gathering ideas—for a new interpretation of the children’s book. I haven’t seen the exhibition myself, but I did wonder why my own reinterpretation of *Struwwelpeter*—created back in 2012 on the building facade at the corner of Ringelstraße and Eberhardtstraße in Bornheim—apparently gets no mention at all:

 

https://muralsartfrankfurt.de/struwwelpeter.html