BOMBER Sneaker unter dem Hammer

BOMBER Sneaker unter dem Hammer

Laut Desmond Tutu ist eh alles geschenkt. Wir haben nichts dafür getan und dürfen trotzdem hier sein. Dafür und für alles andere sollten wir dankbar sein. Man sollte sich nur dran erinnern können, inmitten des Wahnsinns.
Seit Graffiti ebenfalls in den so genannten Verwertungskreislauf eingedrungen ist, verliert es natürlich etwas an seiner ursprünglichen Kraft. Anscheinend ist ja oft unsere einzige Antwort auf ohnmächtige Situationen, der Konsum. Es gibt aber noch andere Wege als den Tauschzwang, z.B. Protest, Hilfe und aktives Gestalten/Schenken.
Wie schon in unseren wilden Jahren mit so genannten illegalen Werken haben alle beteiligten Artists (unter anderem meine alten Buddies Darko, Scotty 76 und Eike König) ihre Zeit und ihr Artwork geschenkt und gespendet.
Unter der Schirmherrschaft von Jan Delay und von der Personalberatung five14 initiierte und veranstaltete Aktion NICE, die künstlerisch gestaltete Sneaker (Adidas Superstars) von insgesamt 60 Artists pro bono erstellen ließ, startet jetzt die Auktion auch des von mir gestalteten Sneakers.
Der Erlös der A(u)ktion fließt in das kostenlose Kursangebot des Esche Jugendkunsthaus in Hamburg-Altona. Das Esche Jugendkunsthaus bietet seit 2016 für Jugendliche kostenlose Kreativkurse – von Breakdance und Graffiti über Gesang und Rap bis hin zu Theater, Zeichenkursen und mehr an. In den Workshops können Kinder und Jugendliche ohne Erwartungsdruck und Notenstress ihre künstlerischen Fähigkeiten entdecken. Rund 200 Jugendliche besuchen jede Woche die Angebote der Esche.
Alles rund um NICE – Sneaker unterm Hammer findet man auf der von Demodern gestalteten Website nice.esche.eu.
Vernissage am 05.05.2022 um 19:00 Uhr in der Affenfaust Galerie, Paul-Roosen-Straße 43, 22767 Hamburg
Ausstellung am 07., 11. und 12. Mai 2022 von 14:00 bis 18:00 Uhr und am 14. Mai 2022 von 14:00 bis 21:00 Uhr in der Affenfaust Galerie, Paul-Roosen-Straße 43, 22767 Hamburg
Online Auktion vom 22.04. – 15.05.2022 der Auction Technology Group
Auktion am 15.05.2022 ab 14:00 Uhr in der Affenfaust Galerie, Paul-Roosen-Straße 43, 22767 Hamburg
 
Beteiligte Artists: 2 Face, Aight, Anne Schubert, Ari, Arik, Asco Grill, Asyl, Beat Boy Delles 78, Base 23 Art Berlin, Bee Low, Biza, Björn Holzweg, Bomber, Charly, Darko, Davi.in, Duke, Dune, Deko 156, DJ Alrock, Eike König, Elmar Lause, Flo Mega, Gita Kurdpoor, Hamsa, Hiper, Hugo, Iam, indian, Jan Delay/Eizi Eiz, Jul, Käby, Lady Wave, Marok, Mia, Nana, Orik, Ponsh,PrinzOne, Rufus, Sabela Garcia Cuesta, Sbecky, Sebó, Scotty 76, Scout, Simon Nelke, Skore 79, Slim, Stock La Rock, Tasek, Theo & Helene, Van Ray, Yeah, Yugo!, Young Blood, Zack
Das Artwork: Adidas-Sneaker Superstar (EG4958), Unisex, Schuhgröße US 10, reguläre Passform, Obermaterial Textil und Leder, Gummisohle, Textilfutter. Farbe: Schwarz und weiß bunt gestaltet, Schnürsenkel weiß. Zustand: ungetragen.

 

Everything is free, according to Desmond Tutu. We didn’t do anything about it and we’re still allowed to be here. For that and for everything else we should be thankful. It should only be remembered in the midst of the madness.
Since graffiti has also entered the so-called recycling cycle, it has of course lost some of its original power. Apparently our only response to powerless situations is consumption. But there are other ways than the compulsion to exchange, e.g. protest, help and active design/giving.
As in our wild years with so-called illegal works, all participating artists (including my old buddies Darko, Scotty 76 and Eike König) donated their time and artwork. Under the patronage of Jan Delay and the HR consultancy five14, the NICE campaign, which had artistically designed sneakers (Adidas Superstars) created pro bono by a total of 60 artists, is now starting the auction of the sneakers I designed.
The proceeds of the a(u)ction flow into the free courses offered by the Esche Jugendkunsthaus in Hamburg-Altona. The Esche youth-arthouse has been offering free creative courses for young people since 2016 – from breakdance and graffiti to singing and rap to theatre, drawing courses and more. In the workshops, children and young people can discover their artistic abilities without the pressure of expectations or the stress of grades. Around 200 young people visit Esche every week.
Everything to do with NICE – sneakers under the hammer can be found on the nice.esche.eu website designed by Demodern.
Vernissage on May 5th, 2022 at 7:00 p.m. in the Affenfaust Gallery, Paul-Roosen-Strasse 43, 22767 Hamburg
Exhibition on May 07, 11 and 12, 2022 from 2:00 p.m. to 6:00 p.m. and on May 14, 2022 from 2:00 p.m. to 9:00 p.m. in the Affenfaust Gallery, Paul-Roosen-Straße 43, 22767 Hamburg
Online auction from 22.04. – 05/15/2022 of the Auction Technology Group Auction on May 15, 2022 from 2:00 p.m. in the Affenfaust Gallery, Paul-Roosen-Strasse 43, 22767 Hamburg
Artists involved: 2 Face, Aight, Anne Schubert, Ari, Arik, Asco Grill, Asylum, Beat Boy Delles 78, Base 23 Art Berlin, Bee Low, Biza, Björn Holzweg, Bomber, Charly, Darko, Davi.in, Duke, Dune, Deko 156, DJ Alrock, Eike König, Elmar Lause, Flo Mega, Gita Kurdpoor, Hamsa, Hiper, Hugo, Iam, Indian, Jan Delay/Eizi Eiz, Jul, Käby, Lady Wave, Marok, Mia, Nana, Orik , Ponsh,PrinzOne, Rufus, Sabela Garcia Cuesta, Sbecky, Sebó, Scotty 76, Scout, Simon Nelke, Skore 79, Slim, Stock La Rock, Tasek, Theo & Helene, Van Ray, Yeah, Yugo!, Young Blood, Zack The artwork: Adidas Superstar sneaker (EG4958), unisex, shoe size US 10, regular fit, textile and leather upper, rubber sole, textile lining. Color: Black and white motley design, white laces. Condition: unworn.

Schlimmer geht immer …

Eschers Dream 50 x 150 cm, Spraycan (acryl) on framed canvas/Farbsprühdose (Acryl) auf Keilrahmen-Leinwand, 2005 © Helge W. Steinmann/BOMBER VG Bild Kunst Bonn

Schlimmer geht immer …

Anstatt mich mit dem üblichen Putin-Bashing, dem zugegebenermaßen grausamen Ukraine-Krieg oder Covid-Gejammer abzugeben, spendete ich schon 2020 lieber ein Artwork »Eschers Dream« der Größe 50 x 150 cm, aus dem Jahr 2005 mit der Werkliste-Nr. 6613, daß jetzt am 24.03.2022 nur auf ebay versteigert wird. Möge die Arbeit Gutes tun. Armut ist immer relativ.
Hier der offizielle Pressetext:

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: (D)Ein Oxfam-Schatz!

Oxfam Shop Frankfurt-Nordend versteigert Keilrahmen-Leinwand-Werk von Street Artist Helge W. Steinmann für den guten Zweck
Frankfurt, 10.03.2022. Haben Sie beim Stöbern im Secondhand-Laden schon mal etwas ganz Besonderes gefunden? In den Oxfam Shops gibt es immer wieder Außergewöhnliches, Einzigartiges und sogar Wertvolles zu entdecken. Das sind „Oxfams Schätze“. Einmal im Monat werden sie auch über Ebay versteigert – und jede*r kann mitbieten. Im März kommt das Street Art-Gemälde „Eschers Dream“ des bekannten Mural Artists Helge „Bomber“ Steinmann unter den Hammer: Der Künstler hat es dem Oxfam Shop im Frankfurter Nordend für den guten Zweck gespendet. Der Erlös der Auktion fließt in Oxfams Arbeit für eine gerechte Welt ohne Armut. Wer hier zuschnappt, tut nicht nur sich, sondern vor allem anderen Gutes!
„Die Street Art von Helge Steinmann ist in Frankfurt überall sichtbar: am Flughafen, am Waldstadion und an der Goethe-Universität zum Beispiel. Jetzt hat er unserem Oxfam Shop ein ‚Mural zum Mitnehmen‘ gespendet“, freut sich Claudia Samain, Ehrenamtliche im Secondhand-Laden im Oeder Weg, über den „Oxfam-Schatz“, der im März für den guten Zweck versteigert wird. Mural bedeutet auf Englisch Wandgemälde. Der Graffitikünstler Helge W. Steinmann ist in der Szene besser als „Bomber“ bekannt – ein Begriff, der für das illegale voluminöse Bemalen einer Fläche steht. Wer Steinmanns Kunst im Street Art-Style für die eigenen Vier Wände haben möchte, kann ab 24. März bei der Internetauktion von „Oxfams Schätzen“ für „Eschers Dream“ – ein 50 mal 150 Zentimeter großes Graffiti-Gemälde aus Acryllack auf Leinwand – mitbieten. Zehn Tage läuft die Versteigerung auf Ebay, dann erhält das höchste Gebot den Zuschlag. Startpreis: 250,- Euro.

„Ein perspektivischer Spaß“: Mural für Zuhause, gespendet für den guten Zweck

Steinmann sprayt seit mehr als 30 Jahren. Was in den 1980er-Jahren als Protest begann, ist längst anerkannt: Seine Werke sind inzwischen Auftragsarbeiten, die er für Unternehmen oder Hausbesitzer*innen anfertigt. Etliche seiner Murals prägen das Frankfurter Stadtbild – „und machen es dort bunt, wo wir die Natur mit Beton zugebaut haben“, sagt Helge Steinmann. Seine Kunst aus der Spraydose fertigt er für Draußen und Drinnen an, auf Wänden und für Wände – so wie das Gemälde „Eschers Dream“. Das sei ein „perspektivischer Spaß“, von den grafischen Werken M.C. Eschers inspiriert und erinnere nicht zufällig an ein bekanntes Verkehrszeichen: Das Mural sei ein Spiel mit dem Leitzeichen, aber auch eines mit Raum, Ästhetik, Wiederholung und Strukturen. „Schlimmer geht immer …“ weiterlesen

Jetzt ist das gestern von morgen …

Jetzt ist das gestern von morgen …

Gruselig, aber leider wahr: Aus wirklich allem (inkl. uns selbst oder unserer Dienstleistung) ein Produkt zu generieren und dies eintauschen zu müssen erscheint mir als das tatsächlich Herbe für diese Welt. Ist doch der Planet Erde mit seinen endlichen Ressocurcen irgendwann als Materiallager ausgebeutet bzw. verändert durch dieses o.g. Verhalten sein Erscheinungsbild und seine Struktur.
Klar, Tausch oder Handel als Ersatz zum Krieg ist eine sinnvolle Idee, aber vielleicht gibt es noch weitere Möglichkeiten, die einen positiven Einfluß auf das Dasein eben auch unserer Mit-Lebewesen hat.  »Nach mir die Sintflut« ist ein zutiefst egozentrisches, narzisstisches Denken … und leider auch Handeln.
Wie wichtig wir uns nehmen, zeigt ein kleiner Denkvergleich: Wie viele Unternehmen haben wir im Kopf, die z.B. länger als 100 Jahre überlebten? Wie viele Künstler, Produkte, Menschen kennen wir, die vor 200 Jahren wichtig waren? Was war vor 300 Jahren Trend?
Die Reihe ließe sich lange fortführen und zeigt uns doch an, wie lächerlich unser Streben nach Aufbau und Wachstum sein sollte. Und über diesen Kontext darf man wirklich nicht nur einmal nachdenken.
Tatsächlich ist doch das wirklich nervige, nicht die angeblichen Schmierereien allüberall, sondern die Werbung. Sie ist der eigentliche Nervbolzen, der sich überall dranhängt. Bei Youtube als Vorab-Intro (mnachmal doch schon nach wenigen Momenten überspringbar) oder überall auf Webseiten als Sidebars etc. Vom klassischen TV und Radio ganz zu schweigen …

Dogma: Produkte generieren und Tausch

Das Dogma und die vermeintliche Notwendigkeit aus allem und jedem Produkte zu generieren, erscheint doch in Zeiten des so genannten Umbruchs (auch gerade in Hinblick auf den digitalen Umbruch) als abstrus alternativlos.
TV und Medien dienen uns allen als Steuerungsinstrument. Die kleine Inhaber-Elite, die sich vor der Öffentlichkeit versteckt, erscheint immer mehr lächerlich in Zeiten globaler Auswirkungen.
Verwertung und Wertigkeiten von Handlungen: Wenn wir von diskredierten Werten sprechen, wie z.B. dem Mistrauen, wenn wir etwas aufgenötigt bzw. vermeintlich Unwertiges geschenkt bekommen (wildes Graffiti, Nonsensgeschenke/Trash), dann sollten wir auch genau darüber nachdenken, warum wir dem mistrauen. Die Welt ist ein Geschenk und wurde uns geschenkt. Da kommt niemand und erwartet einen Handel/Tausch. Bestes Beispiel ist das Tierreich.

»Die beste Idee nützt niemanden, wenn Sie nicht verwertet wird.« Walter A. Heiby

Wir hinterlassen kommenden Generationen unfassbar große Berge an Hinterlassenschaften, daß, sofern es danach noch Interesse an Historie und Archäologie gibt, einiges auszubuddeln und zu erkunden gilt. Faktisch gesehen gibt es keinen Müll. Die Natur kennt den Begriff des Unverwertbaren nicht.

Unsere Erde im Griff des Turbokapitalismus

Wir können unsere Verantwortung nicht an der Garderobe der Geschichte abgeben: Die digitale Alternative zur Produkterschaffung ist keine. Für jedes digitale Produkt (Bild, Text, Post in Clouds usw. etc.), werden Rechenzentren en masse erstellt. Überall sprießen eingezäunte, hochsicherheitsüberwachte Schaltzentren der neuen Matrix empor in dem ein Netzwerk an Virtualität sich einen freiheitlichen Raum erschaffen möchte, der in der analogen Welt seinesgleichen sucht. Was digital schnell per Mausklick erschaffen ist, erscheint dazu analog in der Realität einen langwierigen Prozess hinter sich herzuziehen oder ist einfach schlichtweg verboten. Beispiele gäbe es zuhauf. Alleine die Kommentarfunktion in die Realität zu übertragen hieße bei jedem Thema respektive Entscheidungsprozessen mitreden zu können/zu dürfen.
Erschwerend hinzu kommt für viele, daß sie sich ihr Leben lang verknechten lassen müssen um sich einen Ort »erkaufen« zu dürfen, an dem sie dann ihr Dasein verbringen dürfen. Die eigentlich konditionierte und pädagogisch gesteuerte/geschürte Zwangsjacke ist, sich den Raum »erarbeiten« zu müssen, der eh für jedes Lebewesen vorhanden wäre.
Die beiden großen Tabus dieses Systems: das Eigentum und den Besitz in Frage zu stellen und den Tausch zu bezweifeln. Weiterhin sehr eigenartig: Überproduktion und Mülldefinition. Über Müll und Abfälle nachzudenken rüttelt, ebenfalls an den Grundfesten des so genannten Wirtschaftssystems, daß momentan nur eine Richtung zulässt: Wachstum um jeden Preis. Warum werden Menschen, die das so genannte Containern vollziehen, bestraft? Als Ausrede gilt hier z.B. das diese Lebensmittel angeblich krank machen können:
https://kinder.wdr.de/radio/kiraka/nachrichten/klicker/Containern-bleibt-verboten-100.html
und
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/lebensmittelrettung-bundesverfassungsgericht-containern-bleibt-strafbar/26620882.html?ticket=ST-5883940-kCvqLgMntDnGMjjRtz3u-cas01.example.org
Ist das die vielbeschworene Freiheit, von der uns die Medien die ganze Zeit erzählen? Hier äußern sich die Grenzen und der Tauschzwang.
Darüber nachzudenken, umweltgerechte Alternativen zuzulassen, sind Aufgaben der jetzigen Politik und der momentanen Gesellschaft.
Wie sage ich immer? Das einzige, was man kauft ist eine Erlaubnis. Frohes Neues 2022.
 
 

Now that’s yesterday from tomorrow …

 
Creepy, but unfortunately true: Generating a product from really everything (including ourselves or our service) and having to trade it seems to me to be the really bitter thing for this world. After all, planet earth with its finite resources will at some point be exploited as a material store or, as a result of this behavior, will change its appearance and structure.
Sure, barter or trade as a substitute for war is a sensible idea, but perhaps there are other possibilities that have a positive influence on the existence of our fellow creatures as well. „After me the flood“ is a deeply egocentric, narcissistic way of thinking … and unfortunately also acting.
A small comparison of thoughts shows how important we take ourselves: How many companies do we have in mind that have survived for more than 100 years, for example? How many artists, products and people do we know who were important 200 years ago? What was the trend 300 years ago?

The series goes on and on, and yet it shows us how ridiculous our striving to build and grow should be. And you really shouldn’t think about this context just once.

Dogma: Generate products and exchange


In times of so-called upheaval (particularly with regard to the digital upheaval), the dogma and the supposed necessity of generating products from everything and everyone seems abstrusely without alternative.
Exploitation and valuation of actions: When we speak of discredited values, such as mistrust when something is forced upon us or we are given something that is supposedly unworthy, then …
We are leaving behind unbelievably large mountains of legacies for future generations that, if there is still interest in history and archeology afterwards, there is a lot to dig up and explore.
In fact, there is no garbage. Nature does not know the concept of the unusable.

Our earth in the grip of turbo capitalism

We cannot hand over our responsibilities to the cloakroom of history: The digital alternative to product creation is not one. Data centers are created en masse for every digital product (image, text, post in the cloud, etc.). Fenced, highly security-monitored switching centers of the new matrix sprout up everywhere, in which a network of virtuality would like to create a free space that is unparalleled in the analog world. What can be created digitally with a click of the mouse appears analogous to a lengthy process in reality or is simply simply forbidden. There are plenty of examples. Simply transferring the comment function into reality would mean being able to have a say in every topic or decision-making process.

A further complication for many is that they have to be enslaved all their lives in order to be able to »buy/purchase« a place where they can then spend their existence. The actually conditioned and pedagogically controlled / stoked straitjacket is to have to „work out“ the space that would be available for every living being anyway.

The two great taboos of this system: to question property and possession and to doubt exchange. Also very strange: overproduction and waste definition. Thinking about garbage and garbage shakes the foundations of the so-called economic system, which currently only allows one direction: growth at any price. Why are people who do what is known as containers punished? The excuse here is, for example, that these foods can supposedly make you sick (links in german):
https://kinder.wdr.de/radio/kiraka/nachrichten/klicker/Containern-bleibt-verboten-100.html
and
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/lebensmittelrettung-bundesverfassungsgericht-containern-bleibt-strafbar/26620882.html?ticket=ST-5883940-kCvqLgMntDnGMjjRtz3u-cas01.example.org
 Is that the much-touted freedom that the media tell us about all the time? This is where the limits and the obligation to swap express themselves.
Thinking about permitting environmentally friendly alternatives is a task for current politics and current society.
How do i always say The only thing you buy is a permit. Happy New 2022.
#protest #nachhaltigkeit #containern #dogmen #denkmuster #digitalematrix #denkenhilft #samplesofthinking #dogmas

Faszination Fortschritt

Faszination Fortschritt

Faszination Fortschritt – das Thema der FIT AG und das auch im wörtlichen Sinn, denn man konnte auf deren Stand auf der formnext Messe in Frankfurt genau sehen, wie faszinierend es sein kann, Artwork in Form eines gesprühten Graffiti-Graphic-Recordings/Graphic Recording/Graffiti Recording als neuartige Messestandgestaltung täglich fortschreiten zu sehen. Kunst ist das beste Werkzeug um Wissen zu vermitteln … Die Innovation: Über den Zeitraum der gesamten Messe wurde der Stand täglich durch mich neu gestaltet. Dies war auch absoultes Neuland nicht nur für mich, sondern auch für den Auftraggeber Carl »Charly« Frut und dessen FIT AG
Es hat Megaspaß gemacht, additive Fertigungstechniken und die unendlichen Möglichkeiten des AM/Additive Manufacturing kennenzulernen. Die Themenvielfalt reichte unter vielen anderen von Medizintechnik, über Automotive hin zu Raumfahrt. Die Möglichkeit der seriellen Produktion und/oder Ersatzteile bzw. Einzelteile zu generieren, überzeugten auch mich darüber nachzudenken in welchen Bereichen ich diese Technik nutzen könnte. Habe da schon einige Ideen …
Die vorrangig mit Farbspühdose, Tape und Walze spontan umgesetzten Werke wurden eingelagert und zum Firmensitz der FIT AG nach Lupburg gebracht. Vielen Dank an das ganze FIT Team und bis ganz bald … auf der nächsten formnext.

 

Fascination progress – the topic of FIT AG and that also in the literal sense, because you could see exactly how fascinating it can be on their stand at the formnext fair in Frankfurt, evolving artwork in the form of a sprayed graffiti graphic recording / graphic recording / Graffiti Recording. It progress daily as a new kind of exhibition stand design. Art is the best tool to spread knowledge … The innovation: I redesigned the stand every day over the course of the entire trade fair. This was completely new territory not only for me, but also for the client Carl »Charly« Frut and his FIT AG.
It was great fun to get to know additive manufacturing techniques and the endless possibilities of AM / Additive Manufacturing. The variety of topics ranged from medical technology to automotive to space travel. The possibility of serial production and / or generating spare parts or individual parts also convinced me to think about the areas in which I could use this technology. I already have some ideas
The works, which were primarily implemented spontaneously with paint spray cans, tape and rollers, were stored and brought to the headquarters of FIT AG in Lupburg. Many thanks to the whole FIT team and see you very soon … on the next formnext.

»Kinder, fangt wild an zu sprühen … «

Banksysytem 2021 © is for Losers
Banksystem 2021 © is for Losers

 

»Kinder, fangt wild an zu sprühen … «

Denken hat schon viel verändert. Tun mindestens genauso. So habe ich an dieser Stelle rechts neben der Plakatfläche 1986 erste Sprühversuche unternommen und während meiner aktiven Breakdance/BBoy-Phase einen »Freeeze« Throwup mit Papa’s Farbsprühdosen aus dem Ölkeller des Reihenhauses dorthin gesprüht.
Heute präsentiert sich an gleicher Stelle eine Plakatwerbung für ein massenmediales Phänomen namens Banksy, (Titel der Nonsens VA: The Mystery of Banksy, besser wäre The Histery about Banksy), angeblich ebenfalls wilder Sprüher, um nicht zu sagen, das idolisierte Bild des romantisch wilden Graffiti-Sprayers schlechthin.
Was sagt uns das über Werte?
Als Erfinder der urban education rate ich daher ab jetzt jedem Kind, Jugendlichen, Heranwachsenden bei meinen Urban-Spray Workshops / Graffiti-Workshops (z.B. bei Jochen-Schweizer), daß, wenn es Karriere machen und unschätzbare Werte generieren möchte, einfach illegal und wild sprühen muss. Allerdings möglichst nur sozialkritische Schablonenarbeiten/Stencils. Alles andere erscheint momentan als nahezu wertlos.
Ein Hoch auf die Konsumierbarkeit/Ökonomisierung von allem.
Hepp, raus in die Welt sei ein Künstler …

 

 

»Children, start spraying wildly …«

Thinking has changed a lot. Do at least the same. So I made my first spray attempts at this point to the right of the poster area in 1986 and during my active breakdance / BBoy phase I sprayed a »freeeze« throwup with dad’s spray cans from the oil cellar of the row house there.
Today there is a poster advertisement for a mass media phenomenon called Banksy (m / f / d), allegedly also a wild sprayer, not to say the idolized image of the romantically wild graffiti sprayer par excellence.
What does this tell us about values?
As the inventor of urban education, from now on I advise every child, adolescent, adolescent in my urban spray workshops / graffiti workshops (e.g. at Jochen-Schweizer) that if they want to make a career and generate invaluable values, simply illegal and wild must spray. However, if possible, only socially critical stencils / stencils. Everything else seems worthless at the moment.
A cheer for the consumability / economization of everything.
Hepp, out into the world, be an artist …

Mural für einen vergessenen Maler

Mural für einen vergessenen Maler

Leider erinnerte ja im Ort Marxheim nichts an den Maler Ludwig Meidner, der dort eine ganze Zeit lebte, wirkte und sich auch wohlfühlte. Das weckte in mir den Tatendrang ihm eine würdige Gedenkstätte zu schaffen, sodaß ich mir eine Fläche ausdachte, die prominent genug und unübersehbar an ihn erinnern könnte. Dank dem Hofheimer Kunstverein und dessen damaligen Vorsitzenden Dr. Gerhardt Marquordt, Cornelia von Plottnitz, der Stadt Hofheim und der Syna konnte ich nun im Juni das Selbstportrait Ludwig Meidners auf einem Trafogebäude in Hofheim-Marxheim realisieren. Danke an meinen Mitarbeiter und Buddy Andreas Schmoll. Wie schon nahezu selbstverständlich sprühte ich ohne Hilfsmittel, wie Projektor oder Beamer und imitierte damit den Duktus der Strichzeichnung Meidners aus dem Jahr 1955. Was in fünf Stunden umgesetzt wurde, dauerte vier Jahre Genehmigungswege und Verhandlung durch und mit den Institutionen. Einsehbar ist das Mural auf der Rheingaustraße/Ecke Marbodstraße. Hier die offizielle Pressemitteilung der  LUDWIG MEIDNER GESELLSCHAFT E.V.:
Pressemitteilung
LUDWIG MEIDNER IST WIEDER IM MARXHEIM
Der Hofheimer Künstler Helge W. Steinmann gestaltet
ein überlebensgroßes Portrait des Malers Ludwig Meidner
An der Rheingaustraße in Marxheim erhielt vor einigen Tagen ein bisher eher unscheinbarer Transformatorenturm einen neuen Anstrich. Das wäre nichts Besonderes, wenn darauf jetzt nicht auch überlebensgroß der Kopf eines Mannes zu sehen wäre, der für Marxheims jüngere Geschichte eine außerordentliche Bedeutung hat. Es handelt sich nämlich um den Kopf des Malers, Zeichners und Literaten Ludwig Meidner, eines der bedeutendsten Künstler des deutschen Expressionismus. der von 1955 bis 1963 in Marxheim lebte und arbeitete. Daran soll sein Bild auf dem Turm erinnern.
Die Idee hatte Helge W. Steinmann, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Bomber“, der für seine künstlerischen Graffiti und Lichtinstallationen heute internationale Anerkennung erfährt. Er machte der Vorsitzenden der Ludwig Meidner Gesellschaft, Cornelia von Plottnitz, den Vorschlag, den Turm mit einem Portrait des Malers zu gestalten. Gemeinsam fand man in den Skizzenbüchern Meidners ein Selbstbildnis, das wunderbar passte. Meidner zeichnete sich so im Frühjahr 1955, gerade zu dem Zeitpunkt, als er sich in Marxheim niederließ. Die kleine Zeichnung wurde zur Vorlage für das große Portrait auf dem Turm, das Helge W. Steinmann jetzt in Graffititechnik ausführte. Die Stadt Hofheim und die Syna GmbH (Süwag-Gruppe), denen der Turm gehört, unterstützten und förderten das Projekt großzügig.
Ludwig Meidners Zeit in Marxheim
Der jüdische Künstler Ludwig Meidner (1884 – 1966), dessen Werke man heute in führenden deutschen und internationalen Museen findet, kam – nach einem entbehrungsreichen Exil während des 2. Weltkriegs in England – 1955 nach Marxheim. Hier fand er durch die Vermittlung der Malerin, Galeristin und Mäzenin Hanna Bekker vom Rath in der Bahnstraße eine alte Werkstatt, die er als Atelier und Wohnung nutzen konnte. Der kleingewachsene, freundliche Bohemien wurde ein echter Marxheimer, gut integriert in die damalige dörfliche Gemeinschaft. Das zeigen noch heute die vielen Portraits, die Meidner von seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern anfertigte. Nach der Übersiedlung des fast 80-jährigen nach Darmstadt bekannte Ludwig Meidner Ende 1963 in einem Brief: „Marxheim wurde meine zweite Heimat.“ So steht es jetzt auch auf der Fassade des Turms.
Die Werkstatt, Meidners „Wohnatelier“ in der Bahnstraße, existiert noch heute. Einen erklärenden Hinweis darauf gibt es aber nicht. Und es sind nur noch ältere Menschen, die dem vor über 50 Jahren gestorbenen Künstler noch persönlich begegnet sind. So hält nun das Portrait auf dem Turm an der Rheingaustraße die Erinnerung an den bedeutenden Marxheimer Mitbürger wach.
Hofheim, 22. Juli 2021
LUDWIG MEIDNER GESELLSCHAFT E.V.
Dr. Gerhard Marquordt
Mitglied des Vorstands
Projektkoordinator
Jahnstr. 3
65719 Hofheim
Tel. 06192 22768
gmarquordt@frdeenet.de
www.meidnergesellschaft.de

 

Mural for a forgotten painter

Unfortunately, nothing in the village of Marxheim was reminiscent of the painter Ludwig Meidner, who lived there for a long time, worked and also felt comfortable. That awakened in me the urge to create a worthy memorial for him, so that I thought up an area that could be prominently enough and unmistakably reminiscent of him. Thanks to the society of art Hofheim and its former chairman Dr. Gerhardt Marquordt, Cornelia von Plottnitz, the city of Hofheim and Syna, I was able to realize Ludwig Meidner’s self-portrait on a transformer building in Hofheim-Marxheim in June. Thanks to my colleague and buddy Andreas Schmoll. As if almost taken for granted, I sprayed without aids such as a projector or beamer and thus imitated the style of Meidner’s line drawing from 1955. What was implemented in five hours took four years of approval and negotiation by and with the institutions.
The mural can be seen on Rheingaustraße / corner of Marbodstraße. Here is the official press release from LUDWIG MEIDNER GESELLSCHAFT E.V .:
Press release
LUDWIG MEIDNER IS BACK IN MARXHEIM
The Hofheim artist Helge W. Steinmann designed
a larger than life portrait of the painter Ludwig Meidner
A few days ago, a previously inconspicuous transformer tower on Rheingaustrasse in Marxheim was given a new coat of paint. That would be nothing special if it weren’t for the larger-than-life head of a man who is of extraordinary importance for Marxheim’s recent history. It is about the head of the painter, draftsman and writer Ludwig Meidner, one of the most important artists of German Expressionism. who lived and worked in Marxheim from 1955 to 1963. His picture on the tower should remind of this.
The idea came from Helge W. Steinmann, better known by his stage name “Bomber”, who is now internationally recognized for his artistic graffiti and light installations. He made the proposal to the chairman of the Ludwig Meidner Society, Cornelia von Plottnitz, to design the tower with a portrait of the painter. Together they found a self-portrait in Meidner’s sketchbooks that fitted wonderfully. Meidner distinguished himself in this way in the spring of 1955, just at the time when he settled in Marxheim. The small drawing became the template for the large portrait on the tower, which Helge W. Steinmann now carried out using graffiti technology. The city of Hofheim and Syna GmbH (Süwag Group), who own the tower, generously supported and sponsored the project.
Ludwig Meidner’s time in Marxheim
The Jewish artist Ludwig Meidner (1884 – 1966), whose works can now be found in leading German and international museums, came to Marxheim in 1955 after a hard exile during World War II in England. Here, through the mediation of the painter, gallery owner and patron Hanna Bekker vom Rath, he found an old workshop in Bahnstrasse that he could use as a studio and apartment. The small, friendly bohemian became a real Marxheimer, well integrated into the village community of that time. This is still evident today in the many portraits that Meidner made of his fellow citizens. After the almost 80-year-old moved to Darmstadt, Ludwig Meidner confessed in a letter at the end of 1963: “Marxheim became my second home.” This is what it says on the facade of the tower.
The workshop, Meidner’s “living room” on Bahnstrasse, still exists today. However, there is no explanatory reference to this. And it is only older people who have met the artist, who died over 50 years ago, personally. The portrait on the tower on Rheingaustrasse now keeps the memory of the important Marxheim citizen alive.

EarthDay2021

EarthDay2021

Nicht erst seit der EarthDay-Initiative nutze ich meine Kunst um auf das Thema Umweltschutz und die Sachverhalte die damit zusammen hängen aufmerksam zu machen. Es ist schwer vorstellbar, daß wir alle (eine ganze Menge also) als gemeinsame Menschheit agieren, aber es scheint tatsächlich in unserem eigenen Überlebensinteresse zu sein, daß wir uns vermehrt um unsere Umgebung kümmern, verantwortungsvoller mit vorhandenem Material umgehen und umdenken uns in das Kreislaufsystem der Natur einbinden. Mir selbst wurde das bei meinen zahlreichen Besuchen im Mittelmeer auf Formentera bewusst. Freuen wir uns auf eine saubere Zukunft ohne versteckte Verarschung. Seien wir ehrlich zu uns selbst.
Not just since the EarthDay initiative have I been using my art to draw attention to the topic of environmental protection and the issues that are related to it. It is difficult to imagine that we all (a whole lot) act as a common humanity, but it actually seems to be in our own survival interests that we take more care of our surroundings, deal more responsibly with available material and rethink the circulatory system of nature. I became aware of this myself during my numerous visits to the Mediterranean in Formentera. Let’s look forward to a clean future with no hidden fooling around. Let’s be honest with ourselves.

 

Wie immer spontan konzeptioniertes und freihand erstelltes Artwork/As always, spontaneously conceptualized and freehand created artwork:

 

#EarthDay2021  #ClimateAction #environmentprotection #EverydayIsEarthDay

Kunscht mir mal die Kunst dahinter zeigen?

Kunscht mir mal die Kunst dahinter zeigen?

Ganz offen, ich kann das, was lokal oft als Kunst bezeichnet wird, nicht als das erkennen, was mir da als solches aufgetischt werden soll. Überall werden medial Menschen als Künstler bezeichnet (oder bezeichnen sich selbst als das), die null davon ihren Lebensunterhalt bestreiten. Meistens agieren sie als staatsdienende Pädagogen, sind von Haus aus begütert oder haben andere Einkommensquellen (z.B. Partner). Klar, ist das kein Qualitätsurteil darüber, ob man das als Broterwerb anbietet oder nicht, aber die Intensivität mit dem sich jemand beschäftigt ist eventuell eine ganz andere. Die Intension, die Professionalität, Ernsthaftigkeit (Seriösität) und die Kommunikationsfähigkeit des Urhebers eines Werkes (- angewandt oder nicht angewandt ist nicht entscheidend -) sollte aber eine ganz andere bzw. ebenfalls unerwartete bzw. unverkrampfte sein.
Natürlich gibt es unter denen, ich nenne sie jetzt mal absichtlich sehr bösartig »Hobbykünstler« qualitative Talente, aber die meisten sind doch eher einfallslos und kopieren Artwork und Menschen, die ihr Leben der Kunst widmeten und damit tatsächlich neue Ansätze und Gestaltungsrichtungen fanden.
Dadurch dann Objekte dieser Produzenten als eine Art ständiger Remineszenz anschauen zu müssen ist für echte Kunstschaffende (sic!) mühselig. Denn für die meisten Selbstdarsteller, um nicht zu sagen Faker sollen wir dann auch noch als Bürgerschaft spenden. Viele der so genannten Austellungen und Artwork-Shows werden dann angeblich auch noch aus Fördertöpfen (regional, überregional) unterstützt, werden wenig bis kaum besucht (natürlich sagt das widerum nichts über die Qualität) und sind eigentlich, sind wir mal ehrlich, Contentlieferant für lokale Printmedien, deren Stündlein schon lange geschlagen hat.
Belanglose Vernissagen, eröffnet durch sich immer widerholende Reden satter Lokalpolitiker mit abgrundtief gelangweilten Bürgern, die Interesse heucheln hat es zuhauf. Überall das gleiche Bild: Ein (großer) weisser, möglichst leerer Raum gefüllt mit unsinnigen Plagiaten längst vergangener (künstlerischer) Prozesse, ob skulptural, malerisch, zeichnerisch oder installativ werden dem Onkel Durchschnittsbürger als kulturelle Highlights vorgesetzt. Dieser weiß sich nicht anders zu wehren, als massives Desinteresse zu bekunden oder fernsehlike sich berieseln zu lassen um sich dann wieder dem täglichen Raboten zu widmen.
Dabei ist echte Kunst eben genau diesen Zustand aufzubrechen, Bürgern eine Mündigkeit und Selbstbewusstsein zu zeigen/vorzuleben. Echte Kunst hat eine Veränderungswirkung, hat Kraft, Mut zur Blamage, ist lebendig und ist nicht belangloses Nachahmen einer künstlerischen Idee anderer. Und genau, das, was es kontrovers, anstößig und diskussionswürdig macht, Dieses, was Grenzen überschreitet … das ist die echte Kunst … und nicht ein Spektakel um des Spektakels und der Beteiligten willen.
Egozentrisches Positionieren von lokalen, von der lokalen Presse gerne so genannten Kunstschaffenden – neudeutsch für ein elitäres Darstellen einer Schicht Menschen, die den Begriff Kunst/Künstler für sich vereinnahmen möchten- , die sich als Kuratoren titulieren, damit positionieren wollen und einen Museumsprozess kopieren und/oder initiieren, sind mehr ein Selbstdarstellungsmedium, denn tatsächliche Kunst. Denn das ist schlichtweg ein Klischee …
Museen hingegen sollen doch angeblich Orte des Erhalts von Vergangenem/Totem sein, Bewahrer des Wahren, Schönen, Guten sein. Wie aufregend das ist, kann man an Reaktionen von Kindern und Jugendlichen sehen, denen das Heucheln noch nicht so wichtig ist, wenn es darum geht einen Museumsbesuch mit regionaler Kunst vorzuschlagen.
Wie tatsächlich wirkliche Innovatoren in ihrem zeitlichen Kontext nicht erfasst wurden (und womöglich immer noch werden) zeigt das Schicksal von z.B. Vincent van Gogh.
Aber, man kann Begriffe nicht vereinnahmen, so wie man fast nichts wirklich zeitlich halten kann. Wahrheit ist wie Öl, irgendwann schwimmt sie an die Oberfläche.
Ich kann Artikel nicht mehr ertragen, bei denen es oft mehr um eine Selbstdarstellung der Ausstellenden geht, denn um das, was sie da erschaffen. Denn das ist meist, man kann es nicht anders sagen, geistiger und abstruser Dünnschiß.
Zukünftig schön wäre, wenn insgesamt mehr Menschen, den Mut hätten ihren Lebensunterhalt mit dem umzusetzen, was sie gerne vollziehen. Und sicher, kann das etwas dauern, bis es rentabel wird.
Echte Kunst unterscheidet uns vom Tier. Alles Weitere ohne echte Kunst ist nur Konsum.
Venceremos!
Graffiti Art Street Art auf Schaltkasten Hattersheim 2009 © Bomber VG Bild Kunst, Bonn


Would you like to show me the art behind it?


Quite frankly, I cannot recognize what is often referred to locally as art as what should be served to me as such. Everywhere in the media people are referred to as artists (or describe themselves as that) who have zero of their livelihood. Most of the time, they act as state-serving educators, are funded by default or have other sources of income (e.g. partners). Sure, this is not a quality judgment about whether you offer this as a bread job or not, but the intensity with which someone is concerned may be quite different. The intensity, the professionalism, seriousness and the communication ability of the author of a work (applied or not applied is not decisive) should be a completely different or also unexpected or relaxed.
Of course there are qualitative talents among what I now deliberately call viciously »hobby artists«, but most of them are rather unimaginative and copy artwork and people who dedicated their lives to art and thus actually found new approaches and design directions. Having to look at objects by these producers as a kind of permanent reminescence is tedious for real artists (sic!). Because for most self-portrayals, if not to say fakers, we should also donate as a citizenship. Many of the so-called exhibitions and artwork shows are then supposedly also supported from funding funds (regional, national), are little to hardly visited (of course that says nothing about the quality) and are actually, let’s be honest, content provider for local Print media whose hour has struck for a long time.
Insignificant vernissages, opened by repetitive speeches by rich local politicians with deeply bored citizens, who pretend to be interested. Everywhere the same picture: A (large) white, as empty as possible filled with nonsensical plagiarism of long past (artistic) processes, whether sculptural, painterly, graphic or installation, are presented to the uncle of ordinary people as cultural highlights. The latter knows no other way to defend himself than to show massive lack of interest or to be sprinkled with television to then go back to the daily rabot.
It is real art to break up precisely this state of affairs, to show citizens maturity and self-confidence.
Real art has a change effect, has the strength, courage to embarrass, is alive and is not a trivial imitation of an artistic idea of ​​others. And exactly what makes it controversial, offensive and worth discussing, this that crosses borders … that’s real art … and not a spectacle for the sake of the spectacle and those involved.
Self-centered positioning of local, so-called artists – new German for an elitist representation of a layer of people who want to take the term art / artist for themselves – who call themselves curators, want to position themselves with it and copy and / or initiate a museum process are more a medium of self-expression, because actual art.
Museums, on the other hand, are supposed to be places of preservation of the past / totem, keepers of the true, the beautiful, the good. How exciting it is can be seen in the reactions of children and adolescents, for whom hypocrisy is not so important when it comes to proposing a visit to a museum with regional art.
The fate of, for example, shows how real innovators were not (and possibly still will be) in their temporal context. Vincent van Gogh.
But, you cannot take in terms, as you can really keep almost nothing in time. Truth is like oil, at some point it will float to the surface.
I can no longer stand articles that are often more about the self-portrayal of the exhibitors than what they create. Because that is usually, you can not say it otherwise, intellectual and abstruse thin shit.
It would be nice in the future if more people had the courage to make a living from what they would like to do. If it’s not enough, then maybe you should leave the field and try your luck in another segment.
Real art distinguishes us from animals. Everything else without real art is just consumption.
Venceremos!
Ich kann keine Kunst mehr sehen … © Timm Ulrichs

Die große Bretagne

Die große Bretagne

Frohes Neues Jahr. Ich bin dankbar und freue mich total von 15.-18.01.2020 in die große Bretagne, also nach Groß-Britannien a.k.a. Großbritannien, genauer gesagt nach London reisen zu dürfen. Schließlich bin ich dort zum wiederholten Mal auf Einladung der Veranstalter im Rahmen der City Winter Lights gebucht, die in in der ganzen Stadt installativ verteilt sind. Unser Einsatzgebiet liegt in den ehemaligen Docklands, speziell Canary Wharf (Kanarien Werft). Zusammen mit Marcel Panne von Lichtfaktor male ich dort mit Taschenlampen, Fahrradleuchten und allerlei selbsterfundenem Zeugs nach Einbruch der Dunkelheit mit Lichtmalerei im öffentlichen Raum. Musik gibts dazu auch, spontan legen wir da Beats und Mucke auf, die wir als passend empfinden. Kam bisher immer bestens an.
Wer also zu dem Zeitpunkt in London verweilt, sei herzlich eingeladen sich selbst auszuprobieren. Immerhin kann man es mal selbst versuchen.
Ich liebe London. Hier Impressionen von 2017 und 2018:

 

The great Brittany

Happy new year. I am grateful and am totally happy to travel to the great Brittany a.k.a. Great Britain, more specifically to London from January 15th to 18th, 2020. Finally, I was booked there again by invitation of the organizers as part of the City Winter Lights, which are installed throughout the city. Our area of ​​application is in the former Docklands, especially Canary Wharf. Together with Marcel Panne from Lichtfaktor I paint there with flashlights, bicycle lights and all sorts of self-invented stuff after dark with light painting in public space. There is also music, spontaneously we put on beats and music that we find suitable. Has always been well received.
So if you are staying in London at the time, you are cordialy invited to try out yourself. After all, it’s worth a try.
I love London. Here are impressions from 2017 and 2018:

 

Muse Ich/Musik

Muse Ich/Musik

Musik ist ja einer meiner wichtigen Antriebsfaktoren und eine echte Inspirationsquelle. So habe ich mich freikünstlerisch mit dem Thema Zeit und Musik zu meiner Aufnahme beim BBK Wiesbaden am 11.01.2013 (den ich kurz darauf wieder verließ) auseinandergesetzt. Musikalische Werke scheinen ja der Raum- und Zeitfüller schlechthin zu sein. Analog dazu wurden Teile meines Werkes in Form einer schriftkünstlerischen Wandgestaltung von mir über den Zeitraum der Ausstellung im Kunsthaus Wiesbaden entfernt und andere hinzugefügt. Zum Ende der Ausstellung war das Werk wieder ganz entfernt, ähnlich dem Ende eines Songs.
Schon nahezu fünfzehn Jahre vergangen sind seit dem netten Illustrations-Job für das Coke Fridge-Online Portal von Coca Cola bei dem das Hauptaugenmerk ebenfalls auf die Musik gelegt wurde. Ich ließ mich damals unter anderem von Faithless‘ »God is a DJ« beeinflußen, einem treibendem House-Track den die britische Combo schon 1998 erschuf, der aber bis heute zeitlos zu pumpen scheint.
Seitdem ist viel Wasser nicht nur den Rhein heruntergeflossen und der Overdose an Bildwelten nimmt täglich zu. Die Magie der elektromagnetischen Wellen zieht nicht nur Kinder in ihren Bann.

Muse I / music

Music is one of my driving forces and a source of inspiration. So I dealt with the subject of time and music in a noncommercial artificial way to my membership at BBK Wiesbaden (a so called
Professional Association of Visual Artists) on 11.01.2013 (which I left shortly thereafter). Musical works seem to be the space and time filler par excellence. Similarly, parts of my work, a form of a typographically artistic wall design have been removed and added others by me over the period of the exhibition in the arthouse Wiesbaden. At the end of the exhibition, the work was completely removed, similar to the end of a song.
Nearly fifteen years have passed since the nice illustration job for the Coke Fridge online portal by Coca Cola, where the main focus was also placed on the music. At that time I was influenced by Faithless‘ „God is a DJ“, a driving house track that the British combo already created in 1998, but seems to pump timeless to this day.
Since then time goes by and the overdose of visual worlds is increasing daily. The magic of electromagnetic waves does not only captivate children.