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	<title>echte Kreativwirtschaft Archive - BOMBER - Atelier für urbane Kommunikation</title>
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		<title>Bürgerliche Existenz ./. (vs.) Selbstständigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[BOMBER]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2022 16:59:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bürgerliche Existenz ./. (vs.) Selbstständigkeit Darf ich einschlägigen Medienberichten glauben schenken, folgen ja angeblich Menschen eher Machern, denn Meckerzauseln. Ich freue mich, wenn mir niemand folgt. Denn wir sehen wohin uns Folgen führt. Zu noch mehr konformen Menschen. Da bin ich dann doch gerne lieber Zausel, denn Macher, obwohl ich das schon immer bin; Macher, aber auch Meckerer. Lieber den eigenen Weg gehen, als den ausgelatschten Pfad der Bequemlichkeit. Konformität hat nur ein Gesicht. Individualität viele … Aber zum eigentlichen Thema, der tradierten und auch gesteuerten Nummer. Traditionen sind uns Halt und vielen tatsächlich auch mehr als das. Karneval, Silvester, Ostern oder aktueller; Weihnachten zum Beispiel ist so ein nettes Beispiel bei dem sich die immergleichen Rituale widerholen. Seien es die Rundmails/Whatsapps/Blubbereien/Karten wie sehr man dem anderen seine gute Weihnachtszeit im Kreise der Famile etc. wünscht oder wie sehr man inne hält usw. Puh, nicht nur Papier ist geduldig. Auch Server. Kann und muss man das wirklich jährlich ertragen? Nein. Man kann auch anders. Der Grinch ist ein gutes Beispiel. Aber Antiweihnachten ist auch nur Weihnachten-ähnlich einem Satanisten, der auch nur an Gott glaubt und an dessen vermeintlichen Gegenspieler. Das ist großer Glaube. Sie kennen das? Man verlässt die vermeintliche Sicherheit eines Angestelltenverhältnisses um eine Selbstständigkeit zu beginnen? In Deutschland verlässt man mit diesem Schritt die so genannte bürgerliche Mitte bzw. besonders ängstliche Zeitgenossen würde behaupten man setzt seine Existenz aufs Spiel &#8211; so der möglicherweise unausgesprochene Kanon des Großteils der Bevölkerung. Warum das so ist, und warum das nicht hinterfragt wird ist eine Frage der Bildung, der Persönlichkeitsbildung und der Elitisierung so genannter Freiräume. Pauschal ausgesprochenes Beispiel: In Schulen im Frankfurter Stadtteil Höchst bekommen die Schüler mehrheitlich migrantischen Ursprungs, den Hinweis zu funktionieren und somit zu dienen. Genau entgegengesetzt bringt man den Kids in der Hofheimer Montessori Schule bei, Regeln zu brechen und aufzubegegehren. Letztere empfiehlt Freiräume im Denken und Handeln. Monatlicher Betrag für einen Schulbesuch liegt in Hofheim bei schlappen 500,-/Kind pro Monat. Die Schule in Höchst kostet keinen Beitrag. Was sagt uns das? Kids aus wohlhabendem Haus sollen Normbrecher werden, während andere Angst haben sollen und funktionieren. So unfassbar fest verankert wurde die Angst auf einen selbstgewählten Weg, daß den Mut dazu nur noch wenige haben. Um so mehr, da in momentanen Zeiten das angestellte unselbstständige Arbeiten bequemer geht, denn je: von zuhause. Sozusagen Selbständigkeit auf Probe und Vertrauensvorschuss de luxe. Oder ist es doch das Ende der Arbeit und ihr Neubeginn? Und um so mehr die Angst nach sozialem und vor allen Dingen finanziellem Abstieg weiter gepusht wird. „In der Sicherheit des Konzerns oder der Institution mümmelt es sich dann halt doch wesentlich bequemer. ” So würden tatsächlich auch Kaninchen antworten … Kaum arbeitet man bei einem Unternehmen funktioniert vieles einfacher, das Finanzielle ist kaum mehr ein Problem. Sobald man aber selbstständig agiert wird alles anders, nichts funktioniert einfach mal so schnell, sondern vieles wird verschoben, abgesagt, man wird im Preis zu unfassbaren Konditionen gedrückt usw. Woran liegt das? Liegt das daran, daß wir einer Gruppe von Menschen mehr zutrauen als einem einzelnen? Ein Einzelner muss alles succesive lösen, also alles nacheinander, Schritt auf Schritt. Dagegen kann ein Mehr-Personen-Unternehmen durch seine Mitarbeiter zeitgleich mehrere Prozesse durchführen. Oder liegt es an … (bitte selbst erforschen …) ? Wir erleben tatsächlich eine Transformation (auch wenn ich dieses Wort als abgeschmackt empfinde und es als inflationär genutzt verachte) des Arbeitslebens, nur leider keine wirkliche, denn Unternehmen versuchen momentan ihre Mitarbeiter aus dem Homeoffice wieder in die Hasenställe, den Leerstand der Verwaltung, den Büros zurückzulocken. Dies mit teils bizarren Methoden und Strategien. Eine echte Transformation beinhaltet doch eben keine Augenwischerei in Form einer netten Anpassung der Büroräume mit Deko, Spiel und Spaß, sondern eine wirkliche Veränderung der Arbeitswelt, in dem Menschen eine selbstgewählte Strategie ihres Ein- bzw. Auskommens erwirtschaften dürfen. Zu sehr noch, wird da in althergebrachten tradierten Mustern gedacht. Büroleerstand haben wir on mass. Was fehlt sind bezahlbare kleine Hallen für neue Selbstständige und mutige Menschen. New Work Was vielen nicht klar ist, woher der Begriff Bürger rührt. Natürlich vom Begriff Burg (»My home is my castle!« sagt man heute noch im Vereinigten Königreich). Man igelt sich ein, sammelt Material und verteidigt dieses mit Mit(be)wohnern nach außen, gegen andere. Heutzutage gründet man eine Familie und sitzt wie viele andere in so genannten Reihenhäusern, einer Art quergelegter Hochhäuser mit erweitertem Balkon in dem das gegenseitige Beobachten und der Nachbarschaftsneid auf den neuen E-SUV etc. standard ist und der die drei Quadratmeter Vorgarten als Burgfried oftmals vom Nachbarhund, den Nachbarkindern oder deren Katze frech und dreist überwunden wird. Aber natürlich existieren auch Freundschaften über die Zaungrenze hinaus. &#160; Experience vs Gefolgsamkeit &#160; Eure Welt glänzt 100.000 mal in der Sekunde, aber meine Augen sind geschlossen … (Absolute Beginner) Ich wünsche mir für 2023 weniger Controlling, weniger Consulting, weniger Coaching, weniger Angst, weniger Verwaltung und mehr Mut der Bürger, mehr Eier, echte Kreativwirtschaft und weniger Kapitalgeschäfte ohne Sinn. &#160; FROHES FEST</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bomber.de/2022/12/22/buergerliche-existenz-vs-selbststaendigkeit/">Bürgerliche Existenz ./. (vs.) Selbstständigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bomber.de">BOMBER - Atelier für urbane Kommunikation</a>.</p>
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<p><strong>Bürgerliche Existenz ./. (vs.) Selbstständigkeit</strong></p>
<p>Darf ich einschlägigen Medienberichten glauben schenken, folgen ja angeblich Menschen eher Machern, denn Meckerzauseln. Ich freue mich, wenn mir niemand folgt. Denn wir sehen wohin uns Folgen führt. Zu noch mehr konformen Menschen. Da bin ich dann doch gerne lieber Zausel, denn Macher, obwohl ich das schon immer bin; Macher, aber auch Meckerer. Lieber den eigenen Weg gehen, als den ausgelatschten Pfad der Bequemlichkeit. Konformität hat nur ein Gesicht. Individualität viele …</p>
<p>Aber zum eigentlichen Thema, der tradierten und auch gesteuerten Nummer. Traditionen sind uns Halt und vielen tatsächlich auch mehr als das. Karneval, Silvester, Ostern oder aktueller; Weihnachten zum Beispiel ist so ein nettes Beispiel bei dem sich die immergleichen Rituale widerholen. Seien es die Rundmails/Whatsapps/Blubbereien/Karten wie sehr man dem anderen seine gute Weihnachtszeit im Kreise der Famile etc. wünscht oder wie sehr man inne hält usw. Puh, nicht nur Papier ist geduldig. Auch Server.</p>
<p>Kann und muss man das wirklich jährlich ertragen?</p>
<p>Nein.</p>
<p>Man kann auch anders. Der Grinch ist ein gutes Beispiel. Aber Antiweihnachten ist auch nur Weihnachten-ähnlich einem Satanisten, der auch nur an Gott glaubt und an dessen vermeintlichen Gegenspieler. Das ist großer Glaube.</p>
<p>Sie kennen das? Man verlässt die vermeintliche Sicherheit eines Angestelltenverhältnisses um eine Selbstständigkeit zu beginnen? In Deutschland verlässt man mit diesem Schritt die so genannte bürgerliche Mitte bzw. besonders ängstliche Zeitgenossen würde behaupten man setzt seine Existenz aufs Spiel &#8211; so der möglicherweise unausgesprochene Kanon des Großteils der Bevölkerung. Warum das so ist, und warum das nicht hinterfragt wird ist eine Frage der Bildung, der Persönlichkeitsbildung und der Elitisierung so genannter Freiräume. Pauschal ausgesprochenes Beispiel: In Schulen im Frankfurter Stadtteil Höchst bekommen die Schüler mehrheitlich migrantischen Ursprungs, den Hinweis zu funktionieren und somit zu dienen. Genau entgegengesetzt bringt man den Kids in der Hofheimer Montessori Schule bei, Regeln zu brechen und aufzubegegehren. Letztere empfiehlt Freiräume im Denken und Handeln. Monatlicher Betrag für einen Schulbesuch liegt in Hofheim bei schlappen 500,-/Kind pro Monat. Die Schule in Höchst kostet keinen Beitrag.</p>
<p>Was sagt uns das? Kids aus wohlhabendem Haus sollen Normbrecher werden, während andere Angst haben sollen und funktionieren. So unfassbar fest verankert wurde die Angst auf einen selbstgewählten Weg, daß den Mut dazu nur noch wenige haben. Um so mehr, da in momentanen Zeiten das angestellte unselbstständige Arbeiten bequemer geht, denn je: von zuhause. Sozusagen Selbständigkeit auf Probe und Vertrauensvorschuss de luxe. Oder ist es doch das Ende der Arbeit und ihr Neubeginn?</p>
<p>Und um so mehr die Angst nach sozialem und vor allen Dingen finanziellem Abstieg weiter gepusht wird. „In der Sicherheit des Konzerns oder der Institution mümmelt es sich dann halt doch wesentlich bequemer. ” So würden tatsächlich auch Kaninchen antworten …</p>
<p>Kaum arbeitet man bei einem Unternehmen funktioniert vieles einfacher, das Finanzielle ist kaum mehr ein Problem. Sobald man aber selbstständig agiert wird alles anders, nichts funktioniert einfach mal so schnell, sondern vieles wird verschoben, abgesagt, man wird im Preis zu unfassbaren Konditionen gedrückt usw.</p>
<p>Woran liegt das? Liegt das daran, daß wir einer Gruppe von Menschen mehr zutrauen als einem einzelnen? Ein Einzelner muss alles succesive lösen, also alles nacheinander, Schritt auf Schritt. Dagegen kann ein Mehr-Personen-Unternehmen durch seine Mitarbeiter zeitgleich mehrere Prozesse durchführen.</p>
<p>Oder liegt es an … (bitte selbst erforschen …) ?</p>
<p>Wir erleben tatsächlich eine Transformation (auch wenn ich dieses Wort als abgeschmackt empfinde und es als inflationär genutzt verachte) des Arbeitslebens, nur leider keine wirkliche, denn Unternehmen versuchen momentan ihre Mitarbeiter aus dem Homeoffice wieder in die Hasenställe, den Leerstand der Verwaltung, den Büros zurückzulocken. Dies mit teils bizarren Methoden und Strategien. Eine echte Transformation beinhaltet doch eben keine Augenwischerei in Form einer netten Anpassung der Büroräume mit Deko, Spiel und Spaß, sondern eine wirkliche Veränderung der Arbeitswelt, in dem Menschen eine selbstgewählte Strategie ihres Ein- bzw. Auskommens erwirtschaften dürfen. Zu sehr noch, wird da in althergebrachten tradierten Mustern gedacht.</p>
<p>Büroleerstand haben wir on mass. Was fehlt sind bezahlbare kleine Hallen für neue Selbstständige und mutige Menschen.</p>
<p>New Work</p>
<p>Was vielen nicht klar ist, woher der Begriff Bürger rührt. Natürlich vom Begriff Burg (»My home is my castle!« sagt man heute noch im Vereinigten Königreich). Man igelt sich ein, sammelt Material und verteidigt dieses mit Mit(be)wohnern nach außen, gegen andere. Heutzutage gründet man eine Familie und sitzt wie viele andere in so genannten Reihenhäusern, einer Art quergelegter Hochhäuser mit erweitertem Balkon in dem das gegenseitige Beobachten und der Nachbarschaftsneid auf den neuen E-SUV etc. standard ist und der die drei Quadratmeter Vorgarten als Burgfried oftmals vom Nachbarhund, den Nachbarkindern oder deren Katze frech und dreist überwunden wird. Aber natürlich existieren auch Freundschaften über die Zaungrenze hinaus.</p>
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<p>Experience vs Gefolgsamkeit</p>
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<p>Eure Welt glänzt 100.000 mal in der Sekunde, aber meine Augen sind geschlossen … (Absolute Beginner)</p>
<p>Ich wünsche mir für 2023 weniger Controlling, weniger Consulting, weniger Coaching, weniger Angst, weniger Verwaltung und mehr Mut der Bürger, mehr Eier, echte Kreativwirtschaft und weniger Kapitalgeschäfte ohne Sinn.</p>
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<p>FROHES FEST</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bomber.de/2022/12/22/buergerliche-existenz-vs-selbststaendigkeit/">Bürgerliche Existenz ./. (vs.) Selbstständigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bomber.de">BOMBER - Atelier für urbane Kommunikation</a>.</p>
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		<title>1988 – 2018: 30 Jahre – ein Jubiläumsfazit</title>
		<link>https://www.bomber.de/2018/07/03/427/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[BOMBER]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2018 08:07:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>1988 – 2018: 30 Jahre – ein Jubiläumsfazit 1988 – 2018 Wir befinden uns im Jahre 2018 n.Chr. Ganz Deutschland ist vom Sommerloch, der Sauren-Gurken-Zeit, der WM und der medialen Dauerberieselung besetzt … Ganz Deutschland? Nein! Ein von Unbeugsamen bevölkertes Atelier hört nicht auf, der Konditionierung Widerstand zu leisten und feiert 30 jähriges Bestehen. Anders leben – Anders arbeiten … Das was die Hausbesetzerszene der 1970er – deren Protagonisten heute satt und fest in ihren Satteln sitzen- als Slogan propagierten, vollziehe ich 2018 nun seit nahezu 30 Jahren mit meinen Mitarbeitern. Mein Atelier ist zusätzlich nicht nur ein echter Denk-Raum, sondern dient als Playground auch der Inspiration. Ich habe schon remote, flexibel gerarbeitet, da gab es diese Begriffe dank des Internets und der doktinierten Arbeitsveränderung, des neuen Arbeitens noch gar nicht: 30 Jahre Doin’ Damage, 30 Jahre angeblicher Zerstörung, 30 Jahre Stolz auf frühes und früheres wildes Graffiti, 30 Jahre Stadt- und Raumergänzungen, 30 Jahre angebliche Sachbeschädigung und so genannter Vandalismus, 30 Jahre Gestaltung und »Subkultur« (was auch immer das sein soll), 30 Jahre Hype, 30 Jahre Fake, 30 Jahre Kunst-, Sozial- und Kriminal-Pädagogik (ein dreifaches Hoch!), 30 Jahre Nonkonformismus, 30 Jahre Protest, aber auch 30 Jahre Glauben an ein so genanntes Wertesystem, 30 Jahre Konditionierung durch Massenmedien und Umfeld, 30 Jahre Competition (ain‘t nothing to me) und Wettbewerb, 30 Jahre Design und 30 Jahre »Fuck You«. 30 Jahre Anglizismen und 30 Jahre Werbung (Ohne Werbung wäre ich Millionär! Henry Ford-Milliardär), 30 Jahre Andersdenken, Querdenken und 30 Jahre Courage, 30 Jahre Steuerung &#38; Abhängigkeit und 30 Jahre Kontrolle durch Staatsdiener &#38; Journalisten (m/w). 30 Jahre Überwachung und kein Datenschutz. 30 Jahre kaum Veränderung ungerechter Systeme. Auch nicht in Deutschland. 30 Jahre perfide Hyänen in Business, Beziehung und Freundschaft (m/w), 30 Jahre Lernen durch Spaß, Tränen, Enttäuschung und Erfahrung, 30 Jahre Überraschungen und Suche, aber auch 30 Jahre wenige, aber gute Freunde, 30 Jahre abgefahrene Kunden und aberwitzige Selbstdarsteller in Marketing und Kommunikation. 30 Jahre Kauf- und Tauschzwang und 30 Jahre Illusion in Wahrnehmung des Ichs &#38; der anderen, aber auch 30 Jahre geile Reisen und lustige Erfahrungen, 30 Jahre Innovation (nicht nur durch Subversion), 30 Jahre andere Länder – coole Menschen. 30 Jahre Kunstglaube und 30 Jahre Erwachen davon. 30 Jahre Antikunst und 30 Jahre Liebe. 30 Jahre Markendiener und 30 Jahre Kapitalglaube, 30 Jahre Luxus (im hier und jetzt zu leben) und 30 Jahre Erkennen der Grenzenlosigkeit (auch menschlicher Dummheit). 30 Jahre mutiges Vorbild (nicht nur für vermeintlich minderbemittelte Jugendliche), 30 Jahre Nachsitzen (BWL), 30 Jahre HipHop, 30 Jahre FlipFlop, 30 Jahre Humanismus, 30 Jahre Musikliebe, 30 Jahre Engagement und 30 Jahre Lernen. 30 Jahre lehren. 30 Jahre Reizüberflutung, Massenkonsum und Nachhaltigkeit. 30 Jahre Hass auf nicht nur behördliche Verwaltungswillkür. 30 Jahre eigene Wege gehen. 30 Jahre no company-no lumpany. 30 Jahre Stetigkeit und 30 Jahre Kontinuität im Tun und Handeln, 30 Jahre Mistrauen in Politik, 30 Jahre Offenheit und 30 Jahre Nachdenken. 30 Jahre Graffiti-Workshops und Street Art/Urban Art Events. 30 Jahre Belton, Auto-K, Kwasny, Multona, Sparvar, Monex, Eisodur, Krylon, Rust-Oleum, Dupli-Color, Motip, Altona, MTN, Montana Cans, MTN 94, Hardcore, Montana Black, Montana Gold, Montana Spider, Liquitex, Clash, Beat, Loop, Oxygen Colors, Edding, Molotow, OntheRun, Posca, Uniwide, Uni, Stylefile, Graphmaster, Copic, 3M Doppelkammerfiltermasken. 30 Jahre Taggen, tagging, Tags, Markern, Markieren, Writing, Stylewriting, stylen, sketchen, skizzieren, Wildstyle, Simple-Style, Semi-Wild-Style, Bubblestyle, Throw-up. 30 Jahre Sprühen, Sprayen, Gestalten und Malen mit der Farbsprühdose und Fassadenfarbe/Innenwandfarbe. Als ich vor 30 Jahren, 1988, mit Graffiti begann konnte ich nicht ahnen, daß es meine Berufung wird. Heutzutage unvorstellbar, gesteuert von Horden pädagogisch instrumentalisierter Sprühvasallen, die den Kindern früh eintrichtern was gut und was schlecht (Schrift: schlecht-Figurativ: gut) darstellen soll, startete ich mit »learning by doing« im öffentlichen und privaten Raum. Etwas, daß immer weniger sein darf, vor allen Dingen, wenn es denn im realen Raum stattfindet. Daher wird der virtuelle Raum ausgebaut, denn der reale ist angeblich nicht mehr editierbar. Zu fest sitzen die sich selbst als Eliten betitelnden als Eigentümer im Sattel ihrer Rechtssysteme. Die Zukunft wird digital, so posaunt es momentan medial forciert aus allen Ecken. Und überall wimmelt es von Software-Architekten und -Ingenieuren und initiierten Thinktanks und Kreativspaces (ein Superwort). Viele Unternehmen bauen jetzt Ideenräume, weil Kreativität auf einmal so wichtig sein soll, aber bitte immer nur im Zusammenhang mit Digitalität bzw. Virtualität und deren Schnittstelle zur Realität ;-). So genannte Kreativwirtschaftstage haben heute als Thema Künstliche Intelligenz (menschliche wäre doch zur Abwechslung auch mal toll), Robotik und Internet der Dinge (IoT). Für mich als Gestalter eine eher fragwürdige Entwicklung, obwohl ich schon sehr lange mit und vor Computern arbeite. Die Controller haben sich mit den Programmierern vereint und haben den Laden komplett übernommen. Mit dem Ergebnis, daß als Endziel die komplette Kontrolle uns ins virtuell programmierte Paradies führen darf. Na wunderbar. Und heutige Kinder nehmen es auf, als wäre es das normalste der Welt. Lehrkräfte und Pädagogen kämpfen auf verlorenem Posten und das Lernen wird hoffentlich in der zukünftig mensch-computergenerierten Matrix endlich wieder Spaß machen dürfen. Oder vollzieht es sich auch da wieder anders, als vorhergesagt? Das Geldwertesystem wird sein Ende finden und wir werden eventuell neue Werte definieren (müssen), die außerhalb billiger Tricks, wie die der beratenden Zunft, der Aktienmärkte, Banken und Versicherungen stehen. Was bleibt? Graffiti, im öffentlichen und privaten Raum darf sich bis heute nicht als festes wertiges Medium etablieren. Festivals, wie das etablierte MOS/Meeting of Styles dürfen in Pinkelecken zeigen, wie angebliche Street Art 2018 geht und schickt sich an, Räume mit beliebiger Präventionsgestaltung zu besetzen. Medien in 30 Jahren werden vielleicht keine so große Rolle mehr spielen, wie heute noch. Ein Rückzug auf eigene innere Wahrnehmung wird möglicherweise folgen. Aber, wer kann das wissen? Und wofür auch? Ein Prosit auf die nächsten 30 Jahre, denn wer so viel Kondition hat so lange gegen den Strom zu schwimmen ist eigentlich Weltmeister ;-), nicht nur abseits des Alltäglichen. Im Rahmen des Jubiläums haben wir im Team die Website Bomber.de auf die wesentlichen Punkte reduziert. Sie geht im Laufe der Tage online. Die vorherige Seite bleibt bestehen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bomber.de/2018/07/03/427/">1988 – 2018: 30 Jahre – ein Jubiläumsfazit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bomber.de">BOMBER - Atelier für urbane Kommunikation</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1988 – 2018: 30 Jahre – ein Jubiläumsfazit</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="blog_thumbnail" title="1988 – 2018: 30 Jahre – ein Jubiläumsfazit" src="https://i0.wp.com/www.bomber-graffiti.com/blog/wp-content/uploads/2018/06/%C2%A9-Chris-Meyerholz2009-680x907.jpg?resize=680%2C907" width="680" height="907"></p>
<p>1988 – 2018</p>
<p>Wir befinden uns im Jahre 2018 n.Chr. Ganz Deutschland ist vom Sommerloch, der Sauren-Gurken-Zeit, der WM und der medialen Dauerberieselung besetzt … Ganz Deutschland? Nein! Ein von Unbeugsamen bevölkertes Atelier hört nicht auf, der Konditionierung Widerstand zu leisten und feiert 30 jähriges Bestehen.</p>
<p>Anders leben – Anders arbeiten … Das was die Hausbesetzerszene der 1970er – deren Protagonisten heute satt und fest in ihren Satteln sitzen- als Slogan propagierten, vollziehe ich 2018 nun seit nahezu 30 Jahren mit meinen Mitarbeitern. Mein Atelier ist zusätzlich nicht nur ein echter Denk-Raum, sondern dient als Playground auch der Inspiration. Ich habe schon remote, flexibel gerarbeitet, da gab es diese Begriffe dank des Internets und der doktinierten Arbeitsveränderung, des neuen Arbeitens noch gar nicht:</p>
<p><span id="more-427"></span></p>
<p>30 Jahre Doin’ Damage, 30 Jahre angeblicher Zerstörung, 30 Jahre Stolz auf frühes und früheres wildes Graffiti, 30 Jahre Stadt- und Raumergänzungen, 30 Jahre angebliche Sachbeschädigung und so genannter Vandalismus, 30 Jahre Gestaltung und »Subkultur« (was auch immer das sein soll), 30 Jahre Hype, 30 Jahre Fake, 30 Jahre Kunst-, Sozial- und Kriminal-Pädagogik (ein dreifaches Hoch!), 30 Jahre Nonkonformismus, 30 Jahre Protest, aber auch 30 Jahre Glauben an ein so genanntes Wertesystem, 30 Jahre Konditionierung durch Massenmedien und Umfeld, 30 Jahre Competition (ain‘t nothing to me) und Wettbewerb, 30 Jahre Design und 30 Jahre »Fuck You«.</p>
<p>30 Jahre Anglizismen und 30 Jahre Werbung (Ohne Werbung wäre ich Millionär! Henry Ford-Milliardär), 30 Jahre Andersdenken, Querdenken und 30 Jahre Courage, 30 Jahre Steuerung &amp; Abhängigkeit und 30 Jahre Kontrolle durch Staatsdiener &amp; Journalisten (m/w). 30 Jahre Überwachung und kein Datenschutz.</p>
<p>30 Jahre kaum Veränderung ungerechter Systeme. Auch nicht in Deutschland.</p>
<p>30 Jahre perfide Hyänen in Business, Beziehung und Freundschaft (m/w), 30 Jahre Lernen durch Spaß, Tränen, Enttäuschung und Erfahrung, 30 Jahre Überraschungen und Suche, aber auch 30 Jahre wenige, aber gute Freunde, 30 Jahre abgefahrene Kunden und aberwitzige Selbstdarsteller in Marketing und Kommunikation.</p>
<p>30 Jahre Kauf- und Tauschzwang und 30 Jahre Illusion in Wahrnehmung des Ichs &amp; der anderen, aber auch 30 Jahre geile Reisen und lustige Erfahrungen, 30 Jahre Innovation (nicht nur durch Subversion), 30 Jahre andere Länder – coole Menschen. 30 Jahre Kunstglaube und 30 Jahre Erwachen davon. 30 Jahre Antikunst und 30 Jahre Liebe.</p>
<p>30 Jahre Markendiener und 30 Jahre Kapitalglaube, 30 Jahre Luxus (im hier und jetzt zu leben) und 30 Jahre Erkennen der Grenzenlosigkeit (auch menschlicher Dummheit).</p>
<p>30 Jahre mutiges Vorbild (nicht nur für vermeintlich minderbemittelte Jugendliche), 30 Jahre Nachsitzen (BWL), 30 Jahre HipHop, 30 Jahre FlipFlop, 30 Jahre Humanismus, 30 Jahre Musikliebe, 30 Jahre Engagement und 30 Jahre Lernen.</p>
<p>30 Jahre lehren. 30 Jahre Reizüberflutung, Massenkonsum und Nachhaltigkeit. 30 Jahre Hass auf nicht nur behördliche Verwaltungswillkür. 30 Jahre eigene Wege gehen. 30 Jahre no company-no lumpany.</p>
<p>30 Jahre Stetigkeit und 30 Jahre Kontinuität im Tun und Handeln, 30 Jahre Mistrauen in Politik, 30 Jahre Offenheit und 30 Jahre Nachdenken. 30 Jahre Graffiti-Workshops und Street Art/Urban Art Events.</p>
<p>30 Jahre Belton, Auto-K, Kwasny, Multona, Sparvar, Monex, Eisodur, Krylon, Rust-Oleum, Dupli-Color, Motip, Altona, MTN, Montana Cans, MTN 94, Hardcore, Montana Black, Montana Gold, Montana Spider, Liquitex, Clash, Beat, Loop, Oxygen Colors, Edding, Molotow, OntheRun, Posca, Uniwide, Uni, Stylefile, Graphmaster, Copic, 3M Doppelkammerfiltermasken.</p>
<p>30 Jahre Taggen, tagging, Tags, Markern, Markieren, Writing, Stylewriting, stylen, sketchen, skizzieren, Wildstyle, Simple-Style, Semi-Wild-Style, Bubblestyle, Throw-up.</p>
<p>30 Jahre Sprühen, Sprayen, Gestalten und Malen mit der Farbsprühdose und Fassadenfarbe/Innenwandfarbe.</p>
<p>Als ich vor 30 Jahren, 1988, mit Graffiti begann konnte ich nicht ahnen, daß es meine Berufung wird. Heutzutage unvorstellbar, gesteuert von Horden pädagogisch instrumentalisierter Sprühvasallen, die den Kindern früh eintrichtern was gut und was schlecht (Schrift: schlecht-Figurativ: gut) darstellen soll, startete ich mit »learning by doing« im öffentlichen und privaten Raum. Etwas, daß immer weniger sein darf, vor allen Dingen, wenn es denn im realen Raum stattfindet.</p>
<p>Daher wird der virtuelle Raum ausgebaut, denn der reale ist angeblich nicht mehr editierbar. Zu fest sitzen die sich selbst als Eliten betitelnden als Eigentümer im Sattel ihrer Rechtssysteme.</p>
<p>Die Zukunft wird digital, so posaunt es momentan medial forciert aus allen Ecken. Und überall wimmelt es von Software-Architekten und -Ingenieuren und initiierten Thinktanks und Kreativspaces (ein Superwort). Viele Unternehmen bauen jetzt Ideenräume, weil Kreativität auf einmal so wichtig sein soll, aber bitte immer nur im Zusammenhang mit Digitalität bzw. Virtualität und deren Schnittstelle zur Realität ;-). So genannte Kreativwirtschaftstage haben heute als Thema Künstliche Intelligenz (menschliche wäre doch zur Abwechslung auch mal toll), Robotik und Internet der Dinge (IoT). Für mich als Gestalter eine eher fragwürdige Entwicklung, obwohl ich schon sehr lange mit und vor Computern arbeite.</p>
<p>Die Controller haben sich mit den Programmierern vereint und haben den Laden komplett übernommen. Mit dem Ergebnis, daß als Endziel die komplette Kontrolle uns ins virtuell programmierte Paradies führen darf. Na wunderbar. Und heutige Kinder nehmen es auf, als wäre es das normalste der Welt. Lehrkräfte und Pädagogen kämpfen auf verlorenem Posten und das Lernen wird hoffentlich in der zukünftig mensch-computergenerierten Matrix endlich wieder Spaß machen dürfen. Oder vollzieht es sich auch da wieder anders, als vorhergesagt?</p>
<p>Das Geldwertesystem wird sein Ende finden und wir werden eventuell neue Werte definieren (müssen), die außerhalb billiger Tricks, wie die der beratenden Zunft, der Aktienmärkte, Banken und Versicherungen stehen.</p>
<p>Was bleibt?</p>
<p>Graffiti, im öffentlichen und privaten Raum darf sich bis heute nicht als festes wertiges Medium etablieren. Festivals, wie das etablierte MOS/Meeting of Styles dürfen in Pinkelecken zeigen, wie angebliche Street Art 2018 geht und schickt sich an, Räume mit beliebiger Präventionsgestaltung zu besetzen.</p>
<p>Medien in 30 Jahren werden vielleicht keine so große Rolle mehr spielen, wie heute noch. Ein Rückzug auf eigene innere Wahrnehmung wird möglicherweise folgen.</p>
<p>Aber, wer kann das wissen? Und wofür auch?</p>
<p>Ein Prosit auf die nächsten 30 Jahre, denn wer so viel Kondition hat so lange gegen den Strom zu schwimmen ist eigentlich Weltmeister ;-), nicht nur abseits des Alltäglichen.</p>
<p>Im Rahmen des Jubiläums haben wir im Team die Website Bomber.de auf die wesentlichen Punkte reduziert. Sie geht im Laufe der Tage online. Die vorherige Seite bleibt bestehen und wird weiterhin einsehbar bleiben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bomber.de/2018/07/03/427/">1988 – 2018: 30 Jahre – ein Jubiläumsfazit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bomber.de">BOMBER - Atelier für urbane Kommunikation</a>.</p>
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